Im Herzen von Neuhausen, einem der charmantesten Stadtteile Münchens, wird zurzeit ein ganz besonderes Projekt ausgeheckt: das HEAVEN-Quartier. Hier, wo Geschichte und Zukunft aufeinandertreffen, entsteht auf einer Fläche von etwa 3.460 Quadratmetern ein urbanes Erlebnis, das die Sinne ansprechen soll. Die Rock Capital Group hat sich dieser spannenden Aufgabe angenommen und bringt mehr als 100.000 historische Pflastersteine zum Einsatz, die aus dem ursprünglichen Verlagsgelände stammen. Ein wahrer Schatz, der nicht nur die Wege und Plätze verbindet, sondern auch Geschichten erzählt!
Die Idee hinter dem HEAVEN-Quartier ist es, fünf Gebäude harmonisch zu einem großen Ganzen zu vereinen. Dabei kommt es nicht nur auf die Architektur an, sondern auch auf die Gestaltung der Außenflächen. Diese sollen mit Leben gefüllt werden – und zwar nicht nur mit Beton und Asphalt, sondern vielmehr mit einem multisensorischen Erlebnis. Geschäftsführer Andreas Wißmeier hebt hervor, dass die Geschichte des Ortes sichtbar gemacht werden soll. Das klingt doch nach einem Ort, an dem man gerne verweilt, oder? Die historischen Steine, die durch ihre Abnutzung und ihren Charme bestechen, verändern ihr Erscheinungsbild je nach Wetterlage und Tageszeit. Man kann sich das richtig gut vorstellen: Die Sonne scheint auf die Steine und lässt sie in warmen Farben erstrahlen, während der Regen ihnen einen frischeren Glanz verleiht.
Ein nachhaltiges Konzept für die Zukunft
Nicht nur die Ästhetik steht im Vordergrund, sondern auch die Ökologie. Historische Pflastersteine sind wahre Langzeithelden, die über 150 Jahre halten können. Im Vergleich dazu muss Asphalt nach 20 bis 40 Jahren saniert werden. Und das ist noch nicht alles: Regenwasser kann durch die Fugen der Pflastersteine versickern. So wird die Kanalisation entlastet und die Grundwasserneubildung gefördert. Ein cleverer Schachzug, der nicht nur Ressourcen spart, sondern auch der Natur zugutekommt! Diese umweltfreundlichen Aspekte sind entscheidend in Zeiten von Klimaveränderungen und schwindenden Rohstoffen.
Das Landschaftsarchitekturbüro Mahl Gebhard Konzepte hat einen Gestaltungsplan erstellt, der sowohl die Gebäude als auch die Außenbereiche berücksichtigt. Bäume, Staudenbeete und begrünte Innenhöfe laden zum Verweilen ein und verbessern die Aufenthaltsqualität. Die Dachterrassen dienen nicht nur als Rückzugsorte, sondern auch als flexible Meeting-Zonen. Hier kann man die frische Luft genießen und den Blick über die Dächer Münchens schweifen lassen. Ein absoluter Gewinn für alle, die in diesem Stadtteil wohnen oder arbeiten!
Ein Ort für alle Sinne
„Multisensorisches Erlebnis“ – so beschreibt Korbinian Pröckl den Boden des HEAVEN-Quartiers. Die verschiedenen Verlegemuster und Steinformate schaffen unterschiedliche Laufgefühle. Man spürt förmlich, wie die Steine unter den Füßen knirschen und knacken, je nachdem, ob man sich auf einem ruhigeren Weg oder einem lebhaften Platz bewegt. Diese akustischen Dimensionen machen den Aufenthalt zu etwas Besonderem. Die Steine aktivieren die Sinne – man sieht, fühlt und hört die Geschichte, die sie erzählen.
In einer Zeit, in der ressourcenschonende Stadtentwicklung mehr denn je gefragt ist, setzt dieses Projekt ein wichtiges Zeichen. Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, nachhaltige Lösungen zu finden, die sowohl ökonomische als auch soziale Belange berücksichtigen. Das HEAVEN-Quartier könnte ein Vorbild für andere Städte sein, wie man historische Materialien mit moderner Architektur und nachhaltiger Stadtplanung verbindet. Es ist nicht nur ein Bauprojekt, sondern ein Schritt in eine bessere, lebendigere und vor allem nachhaltigere Zukunft!