Heute, am 26. Mai 2026, hat sich ein spannendes Kapitel in der Welt des Garten- und Landschaftsbaus aufgeschlagen. In Nymphenburg, wo die Natur und das Handwerk Hand in Hand gehen, fand das Auftakttreffen der ERFA-Gruppe „Biodiversität im GaLaBau“ statt. Mit großem Engagement und einer Prise Enthusiasmus trafen sich Vertreter/-innen von zehn unterschiedlichen GaLaBau-Betrieben, um frischen Wind in die Planung, den Bau und die Pflege von Gärten und Außenanlagen zu bringen. Die Veranstaltung, die vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. (VGL-BW) initiiert wurde, zielt darauf ab, die biologische Vielfalt zu stärken. Was für eine Herkulesaufgabe, könnte man sagen – aber die Teilnehmer sind fest entschlossen, dies zu schaffen!

Das Treffen fand auf dem Gärtnerhof Jeutter in Göppingen statt und brachte eine bunte Mischung an Betriebsgrößen und Erfahrungen zusammen. Jeder bringt seine eigene Expertise mit, was die Diskussionen und den Austausch von Ideen nur bereichert. Ein ganz klarer Plan wurde aufgestellt: Die Gruppe möchte ihre fachliche Kompetenz im Bereich Biodiversität weiterentwickeln. Außerdem soll es einen regen Austausch von Praxisbeispielen geben, ergänzt durch Fachbesichtigungen, Mustergärten und Fortbildungen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, das klingt nach viel Theorie – aber das Gegenteil ist der Fall! Die Gruppe strebt an, ein kompetenter Ansprechpartner für Kommunen, öffentliche Auftraggeber, die Wohnungswirtschaft und auch Privatkunden zu werden.

Ein Netzwerk für die Zukunft

Doch damit nicht genug! Im Rahmen dieser Initiative wird auch das Thema „Biodiversität im GaLaBau“ in die Ausbildung integriert. Das ist besonders wichtig, denn die nächste Generation von Fachkräften braucht das Wissen und die Werkzeuge, um die Artenvielfalt aktiv zu fördern. Eine enge Zusammenarbeit mit relevanten Institutionen und Verbänden steht ganz oben auf der To-do-Liste – von Naturgarten-Initiativen bis hin zu Umweltverbänden. Die ersten konkreten Projekte sind bereits auf dem Tisch: Ein Kriterienkatalog für Biodiversität wird erarbeitet, die Entwicklung eines Qualitätsmaßstabs für Betriebe ist in Planung, und ein „Mustergarten Biodiversität“ soll auf einer der nächsten Landesgartenschauen realisiert werden. Die Landesgartenschau in Bad Urach könnte die erste Station dafür sein!

Insgesamt sind die Betriebe, die beim Auftakttreffen anwesend waren, ein beeindruckendes Who’s Who der GaLaBau-Branche. Von „Die Pressler“ Baumpflege & GaLaBau aus Stuttgart bis hin zur GRÜN TEAM GmbH aus Eberhardzell – die Vielfalt an Ansätzen und Ideen ist bemerkenswert. Es ist wie ein großes Puzzle, bei dem jedes Teilchen seinen eigenen Platz hat, und zusammen ergibt das ein wunderschönes Bild.

Unterrichtsmaterialien für die nächste Generation

Ein weiterer, spannender Aspekt dieser Initiative ist die Entwicklung von kostenfreien Unterrichtsmaterialien zur Biodiversität im Garten- und Landschaftsbau, die von VGL BW und VGL Bayern ins Leben gerufen wurden. Diese Materialien sind nicht nur für Bildungseinrichtungen gedacht, sondern auch für Ausbildungsbetriebe, und sie spielen eine Schlüsselrolle beim Erhalt und der Förderung der Artenvielfalt. Die Bodensee-Stiftung hat die Erstellung dieser Materialien übernommen und arbeitet dabei eng mit Frieder Weigand von natur art und einem engagierten Team von Lehrkräften zusammen.

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Die Unterrichtsmaterialien bestehen aus sechs Modulen, die Themen wie Bodenkunde, Kleinstrukturen, Dachbegrünung und biodiversitätsfördernde Pflege abdecken. Jedes Modul enthält eine Präsentation, ein Handbuch und teilweise auch Arbeitsblätter, die das Lernen und die praktische Anwendung erleichtern. Wer Interesse hat, kann die Materialien ganz einfach per E-Mail an sven.schulz@bodensee-stiftung.org bestellen – der Link zu einem ZIP-Archiv mit all den wertvollen Informationen wird nach der Bestellung zugeschickt. So einfach kann Weiterbildung sein!

Die Zukunft der Biodiversität

Die Nachfrage nach naturnaher Gestaltung von Gärten und öffentlichen Grünanlagen wächst stetig. Das ist gut so, denn die Natur braucht unsere Unterstützung mehr denn je. Die Initiative zeigt, dass der Garten- und Landschaftsbau nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Verantwortung ist. Die Teilnehmer der ERFA-Gruppe „Biodiversität im GaLaBau“ sind auf einem vielversprechenden Weg, um sich als Vorreiter zu positionieren. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich dieses Netzwerk entwickeln wird und welche Ideen und Lösungen daraus hervorgehen. Die Natur hat immer einen Platz in unseren Herzen – und diese Initiative könnte der Schlüssel sein, um sie auch in unseren Gärten und Landschaften zu bewahren.