Baustellenchaos und Hitze: Münchens Pendler im Ausnahmezustand
Heute ist der 2.07.2026 und hier in Obergiesing-Fasangarten brodelt es gerade an allen Ecken und Enden. Die Münchner S-Bahn-Fahrer haben momentan nicht viel zu lachen. Die Gleisarbeiten in Giesing, die eigentlich schon längst abgeschlossen sein sollten, ziehen sich wie Kaugummi. Ursprünglich war der 7. Juli als Enddatum angedacht, doch ein Rangierunfall am vorletzten Wochenende hat die Pläne gehörig durcheinandergewirbelt. Die Sperrung des Nordrings hat nicht nur die Anlieferung von Material und Geräten zur Baustelle erschwert, sondern auch für eine Menge Unmut bei den Fahrgästen gesorgt.
Die S-Bahn-Linien S3 und S5 sind ganz schön betroffen. Die S3 fährt nur noch in zwei getrennten Abschnitten, was bedeutet, dass Fahrgäste am Ostbahnhof umsteigen müssen. Zwischen Ostbahnhof und Holzkirchen gibt’s nur noch einen 40-Minuten-Takt, und die Abfahrtszeiten haben sich auch verändert. Zudem müssen sich die Pendler im westlichen Abschnitt zwischen Mammendorf und Ostbahnhof auf die Streichung der Züge im 10-Minuten-Takt ab dem 7. Juli einstellen. Das ist schon eine echte Herausforderung für alle, die auf die S-Bahn angewiesen sind.
Alternative Verbindungen und Busse
Die S5 hat es noch härter getroffen: Sie fährt nur noch zwischen Perlach und Kreuzstraße. Für all jene, die zwischen Perlach und Ostbahnhof pendeln, gibt es jedoch einen Ersatzverkehr mit Bussen, der zu denselben Fahrzeiten wie zuvor verkehrt. Wer nach Neuperlach Süd möchte, kann die U5 als alternative Verbindung nutzen. Es ist also ein bisschen wie ein Schachspiel für die Pendler – immer wieder umdenken und neue Routen finden!
Doch das ist nicht alles. Auch außerhalb der S-Bahn gibt es Baustellen, die die Mobilität der Münchner beeinträchtigen. Eine Vollsperrung in Pastetten sorgt dafür, dass die Haltestelle „Pastetten Rathaus“ von der MVV-Regionalbuslinie 445 nicht mehr bedient wird. Das bedeutet, dass Fahrgäste auf die Linie 505 umsteigen oder zur Haltestelle „Reithofen“ in der Erdinger Straße ausweichen müssen. Praktisch, oder? Die Linie 445V bedient zwar „Pastetten Rathaus“ bei Schulschluss, aber nur in geänderter Reihenfolge. Und das ist ja auch nicht gerade ideal für die Schüler.
Hitze und Geduld
Die Hitze macht die Situation nicht gerade besser. Die extremen Temperaturen haben einige Arbeiten zusätzlich verzögert, was für alle Beteiligten frustrierend sein muss. Man kann sich leicht vorstellen, wie die Bauarbeiter im Schweiß ihrer Angesichts die Gleise verlegen, während die Sonne gnadenlos auf sie niederbrennt. Ein wenig Geduld ist hier gefragt, und das gilt sowohl für die Pendler als auch für die Arbeiter. Hoffen wir, dass die geplanten Arbeiten bis zum 15. Juli, 4:40 Uhr, abgeschlossen sind.
In der Zwischenzeit heißt es für die Münchner: Augen auf, Alternativen nutzen und vielleicht auch mal den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen. Denn eines ist klar: Die Stadt schläft nie, und trotz aller Baustellen bleibt München eine lebendige Metropole!
