Heute ist der 20.04.2026 und in Pasing-Obermenzing tut sich so einiges im Bereich des Parkens. Ab Juli 2026 wird das Anwohnerparken in Pasing Süd Realität. Damit ist Pasing Süd eines von fünf neu geplanten Parklizenzgebieten in München, die darauf abzielen, den Parkdruck durch Pendler und Besucher zu verringern und den Anwohnern Vorrang zu gewähren. Der Stadtrat hatte vor etwa 25 Jahren die Einführung von Parklizenzgebieten beschlossen, um den Bedürfnissen der Anwohner gerecht zu werden.
Die Regelung sieht vor, dass Anwohner ohne private Abstellmöglichkeit einen Parkausweis für gerade einmal 30 Euro pro Jahr erwerben können. Für Besucher hingegen heißt es: Parkschein lösen, sofern nicht anders gekennzeichnet. Doch nicht alle Gebiete werden gleich behandelt – auf der Nordseite des Pasinger Bahnhofs gibt es bisher keine Zustimmung des Bezirksausschusses, da die dort wohnenden Bürger gegen ein Parklizenzgebiet sind, wie BA-Chef Frieder Vogelsgesang erklärte.
Neue Regeln für den Parkraum in München
Die Stadt München verfolgt einen umfassenden Plan zur Verringerung der Zahl geparkter Autos im öffentlichen Raum. Dies geschieht nicht nur durch die Einführung neuer Parklizenzgebiete, sondern auch durch strengere Regeln bei der Lizenzvergabe und beim Gehwegparken. Ziel ist es, alternative Verkehrsformen wie den öffentlichen Nahverkehr, Carsharing sowie den Fuß- und Radverkehr zu fördern und diesen mehr Platz zu geben.
Aktuell gibt es insgesamt 76 Parklizenzgebiete in München. Der Anwohnerparkausweis kostet für die meisten Gebiete 30 Euro jährlich, während in der Altstadt 102 Euro fällig sind. Besonders hervorzuheben ist, dass E-Autos ebenfalls nur 30 Euro für den Anwohnerparkausweis zahlen müssen. Für die neuen Parklizenzgebiete, zu denen neben Pasing Süd auch Gern, Mangfallplatz, Scharfreiterplatz und Mittersendling zählen, wird die Stadt restriktiver bei der Vergabe von Parklizenzen, da die Stellplätze nachweislich knapp sind.
Ein Blick auf die Herausforderungen
In Bogenhausen stehen einige geplante Gebiete noch zur Diskussion, da hier Widerstand von Anwohnern herrscht, die argumentieren, dass ausreichend Stellflächen vorhanden sind. Die Stadt hat sich dazu entschieden, die Einführung von Parklizenzen rechtlich abzusichern und gleichzeitig die Gebühren für Parklizenzen nicht selbst festzulegen, sondern bei 30 Euro pro Jahr zu belassen. Dies im Vergleich zu anderen Städten wie Wien, wo der Preis bei 120 Euro liegt, oder Amsterdam, wo man gar 535 Euro bezahlt.
Ein weiterer Schritt in Richtung mehr Ordnung im Parkraum ist die striktere Ahndung von illegalem Gehwegparken, insbesondere in neuen Lizenzgebieten. Hier soll es künftig kein Gehwegparken mehr geben. Die Stadt sucht außerdem den Dialog mit den Anwohnern in den betroffenen Gegenden, um auf deren Bedürfnisse einzugehen und die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Die Entwicklungen rund um das Anwohnerparken in Pasing Süd und die weiteren geplanten Regelungen zeigen, dass die Stadt München bestrebt ist, den urbanen Verkehr zeitgemäß zu gestalten und den Anwohnern gerecht zu werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird, insbesondere in den Gebieten, wo noch Widerstand herrscht.