In München, wo die Tradition auf moderne Kunst trifft, wird am Donnerstag, den 4. Juni, ein ganz besonderes Ereignis gefeiert. Das Filmmuseum am St.-Jakobs-Platz 1 widmet sich der legendären Künstlerin Rosemarie Heinikel, besser bekannt als „Rosy-Rosy“. Sie hätte an diesem Tag ihren 80. Geburtstag gefeiert, doch ihr viel zu frühes Ableben am 20. August 2023 hat eine Lücke hinterlassen, die nur schwer zu füllen ist. Um ihr Andenken zu ehren, wird eine Sonderveranstaltung organisiert, die cineastische Schätze präsentiert, die lange in den Schatten der Vergessenheit verharrten.
Was wird geboten? Am Abend des 4. Juni wird der verloren geglaubte Film „Agilok & Blubbo“ aus dem Jahr 1969 gezeigt, in dem Rosy-Rosy die Hauptrolle spielt. Hinzu kommen ihre eigenen Kurzfilme „Juicy Love“ (1969) und „Rosenmohn & Rosymoon“ (1974). Diese Werke wurden lange nicht mehr öffentlich gezeigt, und die Gelegenheit, sie zu erleben, ist ein wahres Geschenk für alle Film- und Kunstliebhaber. Doris Rosenbauer, die Halbschwester von Rosemarie und selbst in den Kurzfilmen mitgewirkt hat, wird als Gast anwesend sein und eine Einführung geben. Ihre Worte werden sicherlich eine ganz besondere Verbindung zur Künstlerin herstellen.
Ein Abend voller Erinnerungen und Emotionen
Der Eintritt zur Veranstaltung kostet fünf Euro, Mitglieder des Fördervereins MFZ zahlen lediglich drei Euro. Karten können an der Abendkasse oder im Online-Vorverkauf erworben werden – Reservierungen sind allerdings nicht möglich, also am besten rechtzeitig da sein! Die Kasse öffnet 60 Minuten vor Beginn der Vorführung. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das Kino des Filmmuseums rollstuhlgerecht und bietet zudem eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte an. Das ist doch mal ein durchdachter Service, oder?
Das Filmmuseum München hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe von Künstlern wie Rosy-Rosy lebendig zu halten. Auf diese Weise wird nicht nur die Geschichte des Films gewürdigt, sondern auch das Schaffen einer Frau, die in der deutschen Kulturszene eine besondere Rolle gespielt hat. Ihre Werke sind nicht nur Teil der Filmgeschichte, sondern auch ein Ausdruck ihrer Zeit, die von Wandel und Kreativität geprägt war.
Ein Blick in die Zukunft
Solche Veranstaltungen sind für die Münchner Kulturszene von unschätzbarem Wert. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, die Kunst und die Menschen, die sie erschaffen, zu feiern. Die Filme von Rosy-Rosy sind mehr als nur bewegte Bilder; sie sind Zeugen ihrer Zeit und ihrer Gedankenwelt. Es bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung viele Menschen anzieht, die sich für die facettenreiche Geschichte des Films interessieren. Vielleicht wird der eine oder andere Zuschauer inspiriert, selbst kreativ zu werden oder sich intensiver mit der Geschichte des Films auseinanderzusetzen.