Willkommen in Fürstenfeldbruck: Neue Bürger im Herzen einer lebendigen Geschichte
Am 23. Juni 2026 versammelten sich 34 Neubürger im Alten Rathaus in Fürstenfeldbruck, um ihre neue Heimat kennenzulernen. Oberbürgermeister Christian Götz hieß sie herzlich willkommen und sprach über die Entwicklung der Stadt, die mittlerweile etwa 40.000 Einwohner zählt. Jährlich wächst die Bevölkerung um 0,5 bis 0,9 Prozent. Trotz der Wohnungsproblematik im Münchener Speckgürtel betont Götz, dass Fürstenfeldbruck das Wachstum gut bewältigen kann. Neue Wohnbauprojekte, wie am Waldfriedhof, sollen Abhilfe schaffen. Dort werden ab August oder September zwölf neue Wohnungen bezugsfertig sein.
Ein Umzug in diese idyllische Stadt kann viele Gründe haben. So wie bei Petra und Felix Krenn, die von München nach Fürstenfeldbruck zogen, um ihrer Tochter Ellie eine bessere Umgebung zu bieten. Timo Wolf, der in Grafrath aufgewachsen ist, zieht mit seiner Partnerin ebenfalls nach Fürstenfeldbruck und findet die Stadtführung spannend. Gaby Mayer hat den Schritt gewagt, um näher bei ihrem Pferd zu sein. Diese persönlichen Geschichten zeigen die Anziehungskraft, die Fürstenfeldbruck auf Stadtneulinge ausübt.
Geschichte und Kultur
Die Stadtführerin Petra Vögele gab den neuen Bürgern spannende Einblicke in die Geschichte Fürstenfeldbrucks. Ursprünglich trug die Stadt den Namen „Bruck“. Der Name „Fürstenfeldbruck“ leitet sich vom Kloster Fürstenfeld ab, das 1263 gegründet wurde. Vögele berichtete auch von Marie-Louise von Habsburg, die 1810 mit 300 Pferden im Gasthof zur Post Station machte. Der berühmteste Sohn der Stadt, Ferdinand von Miller, ist untrennbar mit der Statue der Bavaria verbunden. Diese wurde 1850 enthüllt und brachte ihm Reichtum und Ruhm. Sein Sohn, Oskar von Miller, sorgte 1892 für elektrischen Strom in Fürstenfeldbruck, indem er die Schöngeisinger Mühle zum Kraftwerk umbaute.
Die Stadt hat viel zu bieten, von den 1.037 Gewerbebetrieben bis hin zu einer reichen Kulturszene mit Museen und Veranstaltungen. Die Brucker Volksfeste, das Altstadtfest und der Christkindlmarkt sind nur einige der Highlights, die die Stadt im Jahr zu bieten hat.
Fürstenfeldbruck liegt etwa 25 km westlich von München, ist Teil der Metropolregion München und hat eine Fläche von 32,52 km². Es ist durch die Amper durchflossen und von einem mitteleuropäischen Übergangsklima geprägt. Die Bevölkerung setzt sich aus rund 142 Nationen zusammen und wächst durch Zuzüge und Zuwanderung. Im vergangenen Jahr wurden 639 Geburten verzeichnet, während es 766 Sterbefälle gab. Die Stadtverwaltung hat eine Broschüre mit dem Titel „Fürstenfeldbruck auf einen Blick“ veröffentlicht, die viele wichtige Informationen zu Themen wie Arbeitsmarkt, Gesundheit und Freizeit enthält.
Infrastruktur und Freizeit
Die Infrastruktur in Fürstenfeldbruck ist gut ausgebaut. Mit zwei Bahnhöfen (Fürstenfeldbruck und Buchenau) und 14 Regionalbuslinien des MVV ist die Stadt bestens an das Fernstraßennetz angebunden. Die Anbindung an die S-Bahn München seit 1972 hat die Erreichbarkeit weiter verbessert. Für die Freizeitgestaltung stehen zahlreiche Sportvereine zur Verfügung sowie Freisportanlagen, eine Eissportfläche und ein Frei- und Hallenbad.
Für die Gesundheitsversorgung sorgt das Klinikum Fürstenfeldbruck mit 380 Betten sowie das kbo-Isar-Amper Klinikum. Auch die medizinische Grundversorgung mit zahlreichen Hausarzt- und Facharztpraxen ist gegeben. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über Grundwasser und die Stadt sorgt für eine effektive Abwasserentsorgung.
Die charmante Stadt hat also viel zu bieten – von historischen Wurzeln über moderne Infrastruktur bis zu einem lebendigen Stadtleben, das die neuen Bürger in den kommenden Jahren erwarten dürfen. Und wer weiß, vielleicht wird auch einer der Neubürger einmal Teil der faszinierenden Geschichte Fürstenfeldbrucks.
