Ein kleines Stückchen Sendling-Westpark steht vor der Wende! Auf dem ehemaligen Tankstellengelände an der Passauerstraße soll bald neues Leben in Form von 58 Wohnungen Einzug halten. Die Stadt München hat das Grundstück bereits 2019 mit einem Vorkaufsrecht erworben und es an die Münchner Wohnen übergeben. Ja, es bewegt sich was! Ein Bauantrag für die Brachfläche ist eingereicht, und die ersten Schritte zur Bodensanierung sind bereits in vollem Gange. Man könnte sagen, der Grundstein für ein neues Wohnprojekt ist gelegt.
Die Pläne sehen vor, dass hier vor allem geförderte Wohnungen entstehen. Ein Antrag auf einkommensorientierte Förderung (EOF) wird beim Bayerischen Staatsministerium vorbereitet. Hochbauarbeiten sollen 2027 beginnen, und die Fertigstellung wird für 2029 angestrebt. Die Münchner Wohnen hat sich fest vorgenommen, eng mit der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten, um den Baubeginn abzusichern. Doch wie es oft ist: Der Teufel steckt im Detail. Nach dem Abbruch der alten Tankstelle im Dezember 2022 kamen gravierende Altlasten zutage, die den Fortschritt ins Stocken brachten.
Die Altlasten und ihre Herausforderungen
Altlasten – das klingt nach einem alten Problem, und genau das ist es auch. Im Sinne des Bundesbodenschutzgesetzes (BBodSchG) sind Altablagerungen und Altstandorte Flächen, die potenziell eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder das Grundwasser darstellen können. Auf dem Tankstellengelände wurde eine Kiesgrube entdeckt, was zu einer unerwartet hohen Bodensanierung führte. Solche Altlasten können aus ehemaligen Deponien oder anderen gewerblich genutzten Flächen stammen, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet wurde. Hier liegt die Verantwortung für die Beseitigung der Gefahren bei den Verursachern und den betroffenen Grundstückseigentümern.
Die Verzögerungen sind nicht nur auf die Altlasten zurückzuführen. Auch steigende Baukosten und die Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidierung tragen dazu bei. Die Finanzierung der Wohnungen ist bisher noch nicht gesichert und hängt entscheidend von der Bewilligung von Fördermitteln ab. Ursprünglich lagen die geschätzten Gesamtkosten im mittleren zweistelligen Millionenbereich, doch durch Planungsänderungen konnte man diese Summe etwas reduzieren. Ein Lichtblick: Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark hat dem Bauantrag einstimmig zugestimmt. Da bleibt zu hoffen, dass der Bau bald in die Gänge kommt!
Ein Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen ebenso. Mit der Einführung des BBodSchG wurden einheitliche Begriffsbestimmungen zu Altlasten festgelegt. Die Sanierung solcher Flächen ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch ein Schritt in Richtung umweltfreundlicher Wohnraum. Maßnahmen zur Beseitigung oder Verminderung von Schadstoffen sind in vollem Gange – das ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein gesellschaftliches Anliegen. Die Stadt München ist gefordert, Lösungen zu finden, die sowohl die Umwelt schützen als auch dringend benötigten Wohnraum schaffen.
In Sendling-Westpark könnte sich also bald viel bewegen, sofern alle Hürden genommen werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieses Projekt entwickelt und ob die neuen Wohnungen bald bezogen werden können. Der Weg dorthin wird nicht einfach sein, aber vielleicht ist es gerade das, was diesen Ort einzigartig macht. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für diese Ecke Münchens bereithält!