Heute ist der 7.06.2026, und während die Sonne über Sendling-Westpark strahlt, brodelt es in der Münchner Schullandschaft. Ein Thema, das hier die Gemüter erhitzt, ist die Entscheidung des Bildungsreferats, einen Schulbus für die Schüler des Feldmochinger Gymnasiums abzulehnen. Mit weniger als drei Kilometern Entfernung zwischen der Fasanerie und dem Gymnasium sei der Schulweg nicht als besonders gefährlich eingestuft worden. Das klingt nach einer simplen, wenn auch fragwürdigen Begründung, oder? Schließlich sind die Schüler aus der Fasanerie auf Fahrräder oder den guten alten Elterntaxi-Service angewiesen, da es keinerlei direkte öffentliche Verkehrsanbindung gibt.

Der Bezirksausschuss, der auf Vorschlag der CSU einen Schulbus beantragt hatte, blickt nun in die Röhre – ohne Erfolg. Da gibt es den 173er-Bus, der zwar direkt am Gymnasium hält, aber für die Schüler aus der Fasanerie unbrauchbar ist. Ein Umweg über den S-Bahnhof und das Umsteigen in Kauf nehmen? Das kann doch nicht die Lösung sein! Und während sich die Eltern verständlicherweise über die Entscheidung der Stadt ärgern, wird klar: Hier wird bei den Kindern gespart. Eine Mutter brachte ihr Unverständnis zum Ausdruck und machte ihrem Unmut Luft. Das Gefühl, dass man als Elternteil nicht ernst genommen wird, nagt an vielen.

Öffentlicher Nahverkehr und Daseinsvorsorge

Um das Bild zu vervollständigen, lohnt sich ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Der Landkreis Freising ist als Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Bayern tätig – ganz im Sinne der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger. Beschwerden über den Linienbusverkehr des MVV werden hier ernst genommen, um die Qualität zu sichern. Das ist zumindest ein kleiner Lichtblick. Wer sich über den schlechten Service beschweren möchte, kann dies ganz unkompliziert per E-Mail oder Post tun. Die genauen Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Landkreises Freising.

Das Thema ÖPNV ist also nicht nur ein Münchner Problem. Über die Stadtgrenzen hinaus ist die Anbindung oft ein leidiges Thema. Die Schüler in der Fasanerie fühlen sich durch die mangelnde Verkehrsanbindung benachteiligt. Auch wenn die Stadt meint, es sei alles in Butter, sieht die Realität anders aus. Und während die Stadtverwaltung an ihrer Entscheidung festhält, hoffen Eltern und Schüler auf eine Verbesserung der Situation. Vielleicht hört man ja bald die Stimmen der Betroffenen und es tut sich etwas im Hinblick auf die Verkehrsverbindungen.