Sendling im Stau: Baustellen-Chaos und Anwohner-Proteste
In Sendling, wo die U-Bahn-Linien 3 und 6 seit Ende Mai stillgelegt sind, herrscht zurzeit ein ganz besonderer Trubel. Die Bauarbeiten, die sich über mehrere Monate erstrecken, haben die Anwohner vor einige Herausforderungen gestellt. An der Ersatzbushaltestelle auf dem Gehsteig der Oberländerstraße kommt es immer wieder zu Beschwerden. Besonders Nicole B. und ihre Nachbarn sind genervt von den Belästigungen durch wartende Fahrgäste, die sich dort versammeln – das führt zu blockierten Hauseingängen und versperrten Flucht- und Rettungswegen.
Die Situation ist alles andere als entspannt. Über Müll und Abgase wird geklagt, und auch die Lärmbelästigung ist nicht zu überhören. Anwohner berichten, dass sie oft beleidigt werden, wenn sie versuchen, ihren Weg durch die Wartenden zu bahnen. Der Expressbus X6, der die U-Bahn ersetzt, fährt zwar im Fünf-Minuten-Takt, insbesondere zu Stoßzeiten, dennoch ist die Geduld der Bewohner auf eine harte Probe gestellt. Der erste Bus startet werktags um 4:27 Uhr, und das letzte Mal fährt er um 1:13 Uhr – da bleibt kaum Zeit zum Durchatmen.
Die Reaktionen der Anwohner
Die Anwohner haben bereits beim Mobilitätsreferat der Stadt und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihr Unbehagen geäußert. Der Bezirksausschuss Sendling hat das Anliegen an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Verständlicherweise sind viele aufgebracht. Die MVG sucht nun nach Lösungen, um die Situation zu verbessern – und zwar ohne sie einfach nur woanders hin zu verlagern. Mögliche Maßnahmen könnten Markierungen oder Beschilderungen zur besseren Erreichbarkeit der Gebäude sein. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorschläge zeitnah umgesetzt werden.
Die erste Bauphase soll voraussichtlich bis zum 18. September andauern, gefolgt von einer Unterbrechung zur Wiesn. Wie praktisch, dass die Stadt die Bauarbeiten genau auf die festliche Zeit legt! Die geplante Fortsetzung der Bauarbeiten zieht sich bis zur Adventszeit, und der reguläre U-Bahn-Betrieb wird erst im Frühjahr 2027 wiederhergestellt sein. Besonders brisant wird es dann, wenn zwischen dem Sendlinger Tor und der Implerstraße vom 12. April bis 1. August 2027 eine Tunnelsperrung ansteht. Man fragt sich, wie die Münchener dann durch die Stadt kommen sollen.
Die Baustelle ist also nicht nur ein Ärgernis für die Anwohner, sondern wird auch für die Stadtplanung eine echte Herausforderung. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen schnell Lösungen finden – denn der Winter ist nicht mehr weit und die Vorweihnachtszeit bringt schließlich noch mehr Menschen in die Stadt!
