Die Stadt München steckt aktuell tief in einer großen Baustelle, die vor allem die Verkehrssituation in Sendling und Laim gehörig durcheinanderwirbelt. Die Tram-Westtangente sorgt für ein Verkehrschaos auf der Fürstenrieder Straße. Wer hier unterwegs ist, muss sich auf einige Umstellungen gefasst machen! Die Fahrbahnen sind von vier auf zwei Spuren reduziert worden, was die Leistungsfähigkeit der Straße um etwa 70 Prozent verringert. Das bedeutet: Staus und Geduld sind angesagt!
Besonders die Busse haben es schwer. Regelmäßige Verlegungen der Haltestellen lassen die Busse im Stau stecken, und die Fahrgäste müssen oft viel Zeit einplanen. Um zum Klinikum Großhadern oder zum Garching Forschungszentrum zu gelangen, ist eine Fahrt mit der U6 unvermeidlich. Wichtige Haltestellen wie Implerstraße, Goetheplatz, Sendlinger Tor und Marienplatz sind betroffen. Wer zu Lehel, Max-Weber-Platz oder Ostbahnhof möchte, muss in Laim zur U5 umsteigen – ein Weg, der oft mühsam und langwierig ist. Außerdem sind die Buslinien 151 und 51 für die Fahrgäste von Holzapfelkreuth zur U5 verfügbar, aber auch hier sind die Umwege eine Herausforderung.
Ein Blick auf die Baustelle
Die Bauarbeiten für die Tram-Westtangente haben ihren Anfang im Mai 2024 genommen und ziehen sich nun durch den Münchner Westen. Es gibt nicht nur Auswirkungen auf die Fürstenrieder Straße, sondern auch auf angrenzende Straßen wie die Agnes-Bernauer-Straße und die Gotthardstraße. Die Hogenberg-Unterführung ist gesperrt und das bedeutet mehr Umwege für Autofahrer. Parkbuchten fallen weg, und die Baufelder rücken teils ganz nah an die Wohnhäuser heran. Wer hier wohnt, wird die Baustellenzäune rund um die Allguth Tankstelle als weiteres Hindernis wahrnehmen, das den Platz für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer weiter einschränkt.
Aber das ist noch nicht alles! In Laim wird auch die Hauptwasserleitung saniert, was seit September 2025 voranschreitet. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2026 in einigen Bereichen andauern. Zudem sind die Ein- und Ausfahrten von der Fürstenrieder Straße in die westliche Valpichlerstraße seit dem 27. April für voraussichtlich zwei Wochen gesperrt. Eine Einbahnregelung wurde aufgehoben, aber das ändert nichts daran, dass die Umleitungen für viele zusätzliche Umstände sorgen.
Ein großer Umbruch in der Stadt
Man könnte fast sagen, diese Baustellen sind Teil eines größeren Umbruchs, der München als Stadt stark betrifft. Die Stadtwerke München (SWM) tragen dazu bei, die Energie- und Wasserversorgung sicherzustellen und arbeiten an zukunftsweisenden Projekten, wie dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Entwicklung ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Es ist nicht zu übersehen, dass die Bautätigkeiten im öffentlichen Raum oft zu Verkehrseinschränkungen führen – und das spürt man gerade hier in Sendling und Laim ganz direkt.
Die regelmäßige Veröffentlichung von Baustelleninformationen auf der Servicekarte der Stadt lässt die Bürger immerhin wissen, was auf sie zukommt. Ob durch Baustellenschilder, Briefpost oder Anwohnerversammlungen – Informationen gibt es, aber die Geduld der Münchner wird dennoch auf eine harte Probe gestellt. Für die Anwohner und Pendler ist das alles ein stetiger Balanceakt, der viel Flexibilität und ein wenig Humor erfordert.