Heute ist der 18. Mai 2026 und in München, der Stadt der vielen Gesichter, wird ein ganz besonderer Anlass gefeiert: Die Kommunalwälder der Stadt werden für ihre 25-jährige ununterbrochene Zertifizierung nach FSC- und Naturland-Standards geehrt. Ja, richtig gehört! Ein Vierteljahrhundert – das ist eine lange Zeit, und das verdient eine große Feier. Am 21. Mai wird es dann richtig festlich, wenn Vertreter von FSC und Naturland eine Jubiläumstafel an Edwin Grodeke, den Leiter des Kommunalreferats, und Jan Linder, den Betriebsleiter der Städtischen Forstverwaltung München, überreichen. Ein Moment, der nicht nur die Vergangenheit würdigt, sondern auch einen Blick in die Zukunft wirft.

Die Kommunalwälder, die Stadtwald, Stadtwerkswald und Stiftungswald umfassen, sind seit dem 9. August 2001 zertifiziert und gehören zu den ersten kommunalen Waldbetrieben in Bayern mit diesen Auszeichnungen. Und wenn man bedenkt, dass bundesweit nur etwa 11% der Waldflächen FSC-zertifiziert sind, wird schnell klar, wie besonders dieses Jubiläum ist. Die Städtische Forstverwaltung bewirtschaftet rund 5.000 Hektar Waldfläche – das ist eine Menge Holz, und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit

Die Zertifizierung basiert auf einem Stadtratsbeschluss aus den frühen 2000er-Jahren. Der FSC-Standard gilt als einer der strengsten für nachhaltige Waldwirtschaft. Hier wird nicht nur auf Biodiversität geachtet, sondern auch auf Prozessschutzflächen und eine naturnahe Bewirtschaftung. Und mit dem Naturland-Siegel kommen sogar noch strengere ökologische Anforderungen ins Spiel – wie der erweiterte Bodenschutz und die Verwendung heimischer Baumarten. Das Ziel der Städtischen Forstverwaltung ist klar: klimastabile und artenreiche Wälder zu entwickeln, die auch zukünftigen Generationen Freude bereiten.

Die Verantwortlichen betonen immer wieder, wie wichtig diese Wälder für die Stadt und ihre Bewohner sind. Schließlich sind sie nicht nur Erholungsorte, sondern auch wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Und mal ehrlich, wer könnte sich ein München ohne seine grünen Oasen vorstellen? Die Auszeichnung wird als Grundlage für die weitere nachhaltige Bewirtschaftung der Stadtforsten betrachtet, und das ist auch gut so.

Ein Blick über den Tellerrand

Waldzertifizierung ist nicht nur in München ein großes Thema. Sie garantiert Nachhaltigkeitsstandards bei der Waldbewirtschaftung und hilft Verbrauchern, umwelt- und sozialverträglich hergestellte Holzprodukte zu erkennen. In Deutschland gibt es drei große Zertifizierungssysteme: Naturland, FSC und PEFC. Letzteres wurde 1998 von europäischen Waldbesitzern und Holzwirtschaftsvertretern initiiert und ist international verbreitet. Die Idee hinter FSC, das 1993 gegründet wurde, war es, nachhaltige Waldbewirtschaftung gemäß den Forderungen der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro umzusetzen. Übrigens, die Richtlinien von Naturland zur ökologischen Waldnutzung übertreffen sogar die Anforderungen des FSC.

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Komischerweise sind es oft die kleinen Schritte, die die größten Veränderungen bewirken. Während wir in den nächsten Tagen auf die Feier zugehen, können wir uns auf einen Moment freuen, der nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Natur einen bedeutenden Schritt in die richtige Richtung darstellt. So viel steht fest: Die Münchner Kommunalwälder sind nicht nur ein Stück Heimat, sondern auch ein Beispiel, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung in der Praxis aussieht.