In Forstenried hat die Nacht von Donnerstag auf Freitag für große Aufregung gesorgt. Ein Einbruch in das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr München hat die Gemüter erregt. Gestohlen wurde ein Satz Spezialwerkzeuge, die zur Rettung von Verletzten aus Fahrzeugen genutzt werden. Fahrzeuge oder Großgeräte blieben glücklicherweise unberührt. Das ist nicht nur ein materieller Verlust, sondern auch ein schwerer Schlag für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, denn diese speziellen Werkzeuge sind essenziell für die Rettungseinsätze.

CSU-Stadtrat Jens Luther, der seit 12 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, zeigt sich alarmiert. Er hebt hervor, dass solche Einbrüche bisher eher auf dem Land stattfanden. „Es ist beunruhigend, dass Täter nun auch in ein städtisches Feuerwehrgerätehaus eindringen“, so Luther. Er plant, eine Anfrage zur Sicherheit der Feuerwehrgerätehäuser in München zu stellen. Bis zur Beendigung der polizeilichen Maßnahmen war die Feuerwehr Forstenried nicht einsatzbereit, allerdings blieb die Sicherheit der Münchner Bürger laut Feuerwehr unberührt, da benachbarte Feuerwehren einsprangen.

Einbruch und seine Folgen

Der Einbruch wurde von einem Feuerwehrmitglied entdeckt, das Einbruchsspuren an einer Tür bemerkte und sofort Polizei sowie Branddirektion informierte. Die Täter waren gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und entkamen unbemerkt. Der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen übernommen und Spurensicherung durchgeführt. Momentan bleibt die Abteilung ohne die entwendeten Werkzeuge, die zwar die Einsatzbereitschaft einschränken, aber nicht grundlegend gefährden.

Eine besorgniserregende Frage bleibt: Was suchen Einbrecher in Feuerwehrgerätehäusern, wo doch kein teurer Schmuck oder Bargeld auf sie wartet? Luther hat dazu eine klare Meinung: „Solche Werkzeuge können auch zum Aufbrechen von Wohnungstüren genutzt werden.“ Das macht die Situation umso kritischer. Er fordert einfache und kostengünstige Schutzmaßnahmen wie Kameraüberwachung oder Alarmanlagen, um die Feuerwehrgerätehäuser besser zu sichern.

Die Rolle der Kommunen

Die Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Feuerwehren sind nicht nur eine Frage von Feuerwehrleuten, sondern auch von der Verantwortung der Kommunen. Der Technische Prüfdienst Hessen (TPH) überprüft regelmäßig die Freiwilligen Feuerwehren und erfasst den baulichen und sicherheitstechnischen Handlungsbedarf. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen werden den Kommunen übermittelt, die dann für die Beseitigung von Mängeln verantwortlich sind. Es geht darum, die Sicherheit und Gesundheit der ehrenamtlich Tätigen zu gewährleisten und mögliche Haftungsansprüche zu minimieren.

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Ein Revisionsbericht, der alle fünf Jahre erstellt wird, könnte auch für die Münchner Feuerwehren von Bedeutung sein. Solche Berichte bieten objektive Informationen von unabhängigen Experten, die die Kommunen bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen unterstützen. Man fragt sich, ob München hier ausreichend aufgestellt ist, vor allem nach einem Einbruch, der für viele unerwartet kam.

In einer Stadt wie München, wo die Feuerwehr eine zentrale Rolle in der Sicherheit der Bürger spielt, ist es unerlässlich, dass die Sicherheit der Gerätehäuser ernst genommen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen und Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen, bevor es zu weiteren Vorfällen kommt.