Die Stadt München, und insbesondere die Stadtteile Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried und Solln, stehen vor einer großen Herausforderung. Ab dem 23. Februar 2026 wird die Boschetsrieder Straße für rund zehn Monate zur Baustelle, und das kann so manch einen Autofahrer die Nerven kosten. Bis zum 17. Dezember 2026, genau genommen bis 23:59 Uhr, müssen sich die Anwohner und Pendler auf erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen. Die Baustelle erstreckt sich über zwei Abschnitte: Der erste, 382 Meter lange Abschnitt führt von der Plinganserstraße in Richtung Romanplatz, zwischen Hofmannstraße und Aidenbachstraße. Der zweite Abschnitt, mit 385 Metern, verläuft in die entgegengesetzte Richtung, also von Romanplatz nach Plinganserstraße. Da die Arbeiten mitten im Herzen von München stattfinden, ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Doch das ist nicht die einzige Baustelle, die den Münchner Verkehr beeinträchtigt. Die Stadtwerke München sind ebenfalls aktiv, um die Gleise in der Franziskanerstraße und Regerstraße zu sanieren. Diese Arbeiten finden zwischen der Rosenheimer Straße und der Welfenstraße statt und sollen die Infrastruktur und den Trambahnbetrieb verbessern. Von Montag, dem 3. August, bis Freitag, dem 13. November, wird hier in zwei Kolonnen abschnittsweise gearbeitet. Autofahrer müssen sich zudem auf eine Einbahnregelung einstellen, die die Fahrt zur Gebsattelstraße aus Richtung Franziskanerstraße und Regerstraße ermöglicht. Die Kreuzung Balanstraße/Rablstraße wird während der Bauarbeiten von Montag, dem 3. August, bis Sonntag, dem 9. August, und erneut von Montag, dem 2. November, bis Freitag, dem 13. November, komplett gesperrt sein. Fußgänger und Radfahrer hingegen können sich freuen: Sie sind von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

Alternativen und Umleitungen

Für alle Autofahrer, die sich in diesen Baustellen bewegen müssen, gibt es Ablenkungsstrecken. Stadtauswärts führt die Route über die Rosenheimer Straße zur Orleansstraße, während die Rückfahrt von der Regerstraße stadteinwärts über die St.-Bonifatius-Straße, die St.-Martin-Straße und die Rosenheimer Straße verläuft. Auch die Tramlinie 25, die sonst vom Ostfriedhof bis zur Wörthstraße fährt, wird während der gesamten Bauzeit gesperrt. Aber keine Panik! Ein Ersatzverkehr wird eingerichtet, der vom Ostfriedhof über Carl-Amery-Platz, Auerbachstraße, Auerfeldstraße, Orleansstraße, Rosenheimer Platz, Gasteig, Wiener Platz zum Max-Weber-Platz und zurück führt. Die Linien 21 und 18 sollten von den Arbeiten unberührt bleiben.

Für alle, die den Überblick über die Baustellen und temporären Verkehrseinschränkungen behalten möchten, gibt es seit neuestem die „Servicekarte Baustellen“ in München. Dieses digitale Tool bietet eine Übersicht über alle laufenden Baustellen und zeigt die Auswirkungen auf den Verkehr an. Mit einem Klick auf die verschiedenen Symbole oder Flächen kann man sich über die Einschränkungen und deren voraussichtliche Dauer informieren. Die Einführung dieser Karte ist ein Teil der Bemühungen der Stadt, Transparenz zu schaffen und die Bürger über die laufenden Arbeiten zu informieren. Beteiligte Institutionen wie die Stadtwerke München, die Münchner Verkehrsgesellschaft, das städtische Baureferat und private Bauträger tragen dazu bei, dass man nicht im Baustellenchaos den Überblick verliert.