Am 9. Juni 2026, kurz vor dem Mittag, hat sich im Stadtteil Trudering in München ein Vorfall ereignet, der einem die Nackenhaare aufstellt. Eine über 80-jährige Frau, die eigentlich in Ruhe ihren Alltag genießen sollte, wurde Opfer eines fiesen Betrugs. Die Täter, zwei unbekannte Männer, gaben sich als Polizisten aus und schlichen sich in ihr Leben, ganz heimlich, ganz arglistig.
Der Tag begann für die Seniorin wie jeder andere. Doch dann läutete das Telefon. Ein Mann am anderen Ende, der sich als Polizeibeamter vorstellte, berichtete von Einbrüchen in der Nachbarschaft und warnte sie, dass sie als nächstes Ziel auserkoren sei. Glauben ist manchmal eine gefährliche Sache, und die Frau fiel hinein. Kurze Zeit später standen die beiden Männer vor ihrer Tür, die sich erneut als Polizisten ausgaben. Mit einem verlockenden Lächeln und vielleicht auch einem Hauch von autoritär klingender Stimme, schafften sie es, die Frau dazu zu bringen, den Schlüssel zu ihrem Tresor herauszugeben.
Die Beute und die Flucht
Was folgte, war ein schmerzhafter Verlust für die alte Dame. Schmuck und Goldmünzen im fünfstelligen Eurowert wurden ihr gestohlen. Und dann – einfach weg waren sie! Die Täter verschwanden in unbekannte Richtung, während die Frau wie betäubt zurückblieb, als hätte man ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen; Spuren wurden gesichert und die Suche nach Zeugen, vor allem aus dem Bereich Bajuwarenpark und Groschenweg, läuft auf Hochtouren.
Ein Täter soll etwa 180 cm groß und schlank gewesen sein. Vielleicht hat jemand etwas bemerkt – ein flüchtiges Gesicht, das nicht in diese Nachbarschaft gehört? Die Polizei ruft zur Mithilfe auf. Zeugen können sich beim Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, unter der Telefonnummer 089 2910-0 melden.
Ein trauriger Trend
Doch dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. In einem anderen Stadtteil Münchens, Aubing, hat eine 77-jährige Frau kürzlich eine ähnliche Erfahrung gemacht – nur dass die Betrüger hier Gold, Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von etwa 250.000 Euro erbeuteten. Auch sie erhielt einen Anruf von einem angeblichen Polizisten, der sie vor einer Einbrecherbande warnte. Die Anweisungen waren ähnlich perfide: Ihre Wertsachen sollte sie vor die Haustür deponieren, damit die Polizei sie „sichern“ könne. Und auch hier nahm ein Unbekannter die deponierten Schätze an sich und war verschwunden.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor dieser Art von Betrug, die sich vor allem gegen ältere Menschen richtet. Trickdiebstahl, Trickbetrug – diese Begriffe werden immer häufiger Teil unserer Alltagssprache, und das aus gutem Grund. Die Täter nutzen verschiedene Rollen, treten als seriöse Geschäftspersonen, Handwerker oder angebliche Amtspersonen auf. Oftmals kündigen sie sich telefonisch an, um Vertrauen aufzubauen und Informationen zu sammeln. Besonders perfide!
Wie kann man sich schützen?
Die Polizei gibt einige wertvolle Ratschläge, um sich und seine Liebsten zu schützen. Vor dem Öffnen der Tür sollte man immer durch den Türspion oder das Fenster schauen, um zu sehen, wer da steht. Und die Tür nur mit einem Sperrriegel öffnen – Sicherheit geht vor! Fremde sollten niemals in die Wohnung gelassen werden. Wenn jemand wirklich wichtig ist, kann man ihn auch gerne auf einen späteren Tag vertrösten, wenn eine Vertrauensperson dabei ist.
Ein paar einfache Regeln können helfen: Den Dienstausweis von Amtspersonen immer prüfen, im Zweifel die entsprechende Behörde anrufen und niemals unter Druck Unterschriften leisten. Auch Nachbarn können eine große Hilfe sein – gemeinsam aufpassen, tut gut und kann verhindern, dass es zu solchen Vorfällen kommt.
Die Angst vor kriminellen Bedrohungen ist in den letzten Jahren bei älteren Menschen gestiegen, obwohl sie statistisch gesehen seltener Opfer von Straftaten werden. Ein wenig mehr Achtsamkeit kann also nicht schaden. Schützen Sie sich und Ihre Nachbarn, denn niemand sollte in der eigenen Wohnung Angst haben müssen.