Ein Ort für Gemeinschaft: Haidhausens neues „Zuhaus“
In den letzten Wochen hat sich in Haidhausen so einiges getan. Ein ganz besonderer Ort hat seine Pforten geöffnet: Ein offener Gemeinschaftsraum, der auf den Namen „Zuhaus“ hört, steht nun vor der Wörthstraße 14. Seit Ende Mai 2026 lädt dieser Raum die Anwohner ein, ihn für verschiedene Aktivitäten zu nutzen. Ob zum Arbeiten, Treffen mit Freunden, gemeinsamen Essen oder für Veranstaltungen – hier ist alles möglich. Wer Lust hat, kann sich ganz unkompliziert über die Website www.zuhaus-haidhausen.de ein Zeitfenster buchen. So wird die Nachbarschaft lebendig und das Miteinander gefördert.
Der Initiator des Projekts ist der Architekt Clemens Hoyer von der TU München, der diesen offenen Raum im Rahmen seiner Doktorarbeit ins Leben gerufen hat. Das Pilotprojekt läuft bis zum 31. Juli 2026 und verfolgt ein spannendes Ziel: Flächen, die normalerweise für ruhenden Verkehr genutzt werden, sollen in lebendige, gemeinschaftlich genutzte Orte umgewandelt werden. Eine Idee, die nicht nur kreativ, sondern auch notwendig ist. Denn wir alle wissen, wie rar solche Räume in der Stadt sind!
Ein Wohnzimmer für alle
„Zuhaus“ hat seine Wurzeln im ländlichen Raum. Hier geht es nicht um Wohnraum im klassischen Sinne, sondern um einen Ort, der stundenweise genutzt werden kann, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Das Konzept wird bereits gut angenommen. Es gab schon zahlreiche Veranstaltungen, darunter Konzerte und Lesungen, die die Bürger begeistert haben. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, aber die sind glücklicherweise in der Minderheit.
Ein weiterer spannender Aspekt: Der Raum soll aktiv von der Nachbarschaft mitgestaltet werden. Geplant sind Workshops und Gesprächsrunden, um die Bedürfnisse der Nutzer zu ermitteln. Hoyer möchte erforschen, wie solche gemeinschaftlichen Räume Platz in den Wohnungen schaffen können und ob sie vielleicht sogar für dauerhaftes Wohnen geeignet sind. Das Experiment könnte also weitreichende Folgen haben.
Städtische Entwicklung im Wandel
Doch was bedeutet das für München und darüber hinaus? Städte spielen eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Entwicklung, wie auch Ban Ki-Moon, der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, betont hat. Die New Urban Agenda und die Sustainable Development Goals, die 2016 ins Leben gerufen wurden, zielen darauf ab, urbane Räume zukunftsfähig zu gestalten. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Klimawandel sind tiefgreifende Veränderungen in kommunalen Systemen gefragt.
Das Fraunhofer ISI, das sich mit urbanen Räumen beschäftigt, hat sich zum Ziel gesetzt, Transformationserfordernisse auf kommunaler Ebene zu identifizieren und Synergieeffekte zu nutzen. Hier wird klar: Projekte wie „Zuhaus“ sind nicht nur Einzelinitiativen, sondern Teil eines größeren Bildes, das Städte zu lebendigen, gemeinschaftlichen Orten verwandeln soll. Die Herausforderungen sind groß, aber die Erfolge können es auch sein!
In Haidhausen wird gerade ein spannendes Kapitel urbaner Entwicklung geschrieben. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte folgen und wie sich die Nachbarschaft noch weiter entwickeln wird. Eines ist sicher: Hier wird es nicht langweilig!
