Heute ist der 16.07.2026 und die Luft hier in Berg am Laim ist erfüllt von einer bittersüßen Melancholie. Einige von uns haben es schon gehört, die Nachrichten vom DNA Club im Werksviertel haben die Techno-Community erschüttert. Die Betreiber haben über Social Media die Schließung für September 2026 angekündigt. Ein riesiges Dankeschön geht an alle Künstler, Gäste und Mitarbeiter, die diesen Ort zu etwas Besonderem gemacht haben. Der Club, der vor drei Jahren als Nachfolger des Pandora Clubs eröffnet wurde, hat über 600 Künstler auf die Bühne gebracht und mehr als 40.000 Besucher angezogen. Am 19. September ist dann Schluss – ein Datum, das wie ein Schatten über uns schwebt.

Die letzte Veranstaltung wird ein echter Knaller, doch bis dahin sind noch einige fette Events geplant! Am 17. und 18. Juli stehen zum Beispiel DICE und HiTMiLØW sowie KNTRLVRLST und TANJA MIJU auf dem Programm. Und das Open Air mit Marlon Hoffstadt am 9. August verspricht auch ein echtes Highlight zu werden. Die Fans sind enttäuscht, das kann man nicht leugnen, aber sie haben auch Hoffnung, dass sich der DNA Club vielleicht in anderer Form weiterleben könnte.

Das Ende einer Ära

Doch der DNA Club ist nicht allein. Auch der Blitz Club am Deutschen Museum wird bald seine Türen schließen. Über Instagram haben die Betreiber die Schließung bestätigt, und es schwingt ein Hauch von Resignation mit, wenn sie erzählen, dass sie hofften, länger an diesem Standort bleiben zu können. Aber aus Gründen, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, müssen sie umziehen. Die letzte große Party findet vom 31. Juli bis 3. August statt. Das Line-up? Eine Explosion aus 79 Künstlern, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen!

Der Blitz Club hat in den letzten neun Jahren als Hotspot für internationale Techno-Größen wie Jeff Mills, Richie Hawtin und Nina Kraviz gedient. Berühmt für sein einzigartiges Soundsystem, war der Club ein Mekka für alle, die sich in die Tiefen der elektronischen Musik stürzen wollten. Die Entscheidung zur Schließung ist selbstgewählt, da Umbauarbeiten anstanden, und die Betreiber entschieden sich gegen eine Fortsetzung des Mietvertrags unter veränderten Bedingungen. Aber keine Sorge, die Betreiber arbeiten fleißig daran, die Geschichte des Blitz an einem neuen Ort fortzuführen – auch wenn die Details noch in den Sternen stehen.

Ein Blick in die Zukunft

Wie wir sehen, stehen viele Clubs in Bayern unter Druck. Mit befristeten Verträgen und steigenden Behördenauflagen kämpfen sie ums Überleben. Das ist eine Herausforderung, die nicht nur die großen Clubs betrifft. In Füssen musste eine kleinere Spielstätte aufgrund privatwirtschaftlicher Interessen schließen, und in Passau kämpft der Musikclub Zauberberg mit Brandschutzmaßnahmen. Auch das Kulturzentrum Alte Mälzerei in Regensburg hat es nicht leicht, denn dort gibt’s eine drastische Begrenzung der Besucherzahlen. Andreas Jäger vom Verband für Popkultur in Bayern hat den Optimismus, dass vielleicht neue Locations entstehen können, die das Erbe dieser geschätzten Clubs weitertragen.

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In einer Stadt wie München, die für ihre lebendige Clubkultur bekannt ist, bleibt zu hoffen, dass die Erinnerungen an den DNA Club und den Blitz Club nicht in Vergessenheit geraten. Vielleicht ist es an der Zeit, die Wertschätzung für Veranstaltende zu steigern und diese Orte der Kreativität und Freiheit zu fördern. Die Zukunft ist ungewiss, aber eines ist klar: Die Musik wird weiterleben, irgendwo, irgendwann.