In Bogenhausen tut sich was – und das ist nicht nur ein Gerücht! Der Stadtteil, der mit architektonischen Juwelen wie dem Friedensengel oder dem Prinzregententheater auftrumpfen kann, hat ein neues Projekt in der Pipeline, das die Gemüter erhitzen könnte. Die Rede ist vom „Cosma-Eck“, einem Wohnhochhaus, das nicht nur neue Wohnungen, sondern auch ein markantes Wahrzeichen im Nordosten Münchens schaffen soll.

Der ungenutzte Platz an der Cosima- und Johanneskirchner Straße wird auf Vordermann gebracht. Architekt Hannes Rössler hat sich dem Projekt angenommen und plant, dort rund 250 Wohnungen unterzubringen. Ein besonderer Blickfang wird der sechseckige Turm mit einer Höhe von 44 Metern sein. Dieser soll an prägnante Münchner Bauwerke wie das Sendlinger Tor und das Isartor erinnern – und inspiriert wurde er vom Alten Technischen Rathaus. Ein bisschen Nostalgie in Kombination mit frischem Wind, könnte man sagen!

Wohnen im Einklang mit der Stadt

Doch wie es oft bei solchen Vorhaben der Fall ist, bleibt die Stadtgestaltungskommission nicht unkritisch. Sie hat Bedenken hinsichtlich der Monumentalität und der Form des Turms geäußert. Aber gleichzeitig erkennen die Mitglieder auch den Nutzen für das Viertel. Bezirksausschussvorsitzender Samuel Moser von den Grünen warnt hingegen vor der möglichen Überlastung der Infrastruktur – insbesondere wenn es um Kinderbetreuung und Schulen geht. Bei 250 neuen Wohnungen könnte das schnell zum Problem werden.

Im Arabellapark könnte zudem eine Außenrolltreppe an dem Wohnhochhaus aus den 1960er-Jahren entstehen. Das könnte das gesamte Areal aufwerten und die Anbindung verbessern. Aber was ist mit den Kita-Plätzen? Hier gibt es noch viel zu klären!

Neue Perspektiven für Bogenhausen

Ece Turanlı von Taşyapı, einem türkischen Bauunternehmen, hat große Pläne für München. Das Unternehmen, das in Deutschland bisher noch nichts gebaut hat, plant, nach Erhalt der Baugenehmigung flott mit dem Bau des „Cosma-Eck“ zu beginnen. Es wird spannend zu sehen, wie die Zusammenarbeit mit der Stadt aussehen wird, da Taşyapı auch weitere Projekte in Deutschland ins Auge gefasst hat. Man darf gespannt sein, ob das der Beginn einer neuen Ära für den Wohnungsbau in München ist!

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Das „Cosma-Eck“ könnte nicht nur ein neuer Wohnraum sein, sondern auch ein Ort, an dem sich das Leben in Bogenhausen neu entfaltet. In einer Zeit, in der städtische Gebiete immer dichter besiedelt werden, spielt die Gestaltung solcher Projekte eine entscheidende Rolle. Während das UN-Weltstädteforum über autoritären Urbanismus diskutiert, zeigt München mit solchen Vorhaben, dass es auch anders geht. Ein urbaner Raum, der auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität setzt, könnte hier entstehen – und das wäre doch wirklich eine feine Sache!