In Schwabing tut sich was – und das nicht nur im Hinblick auf die Kunstszene! Nanette Kienzler und Veronika Kahle haben sich Anfang 2026 einen Traum erfüllt und ihre eigene Praxis eröffnet. Was für eine spannende Zeit! Die ersten drei Monate waren alles andere als einfach. Kienzler, die nebenbei auch als IT-Technikerin und Personalchefin fungiert, hat sich mit bis zu 60 Stunden Arbeitszeit pro Woche ordentlich ins Zeug gelegt. Man muss schon sagen, das ist ein echter Kraftakt! Wenn man bedenkt, wie viele bürokratische Hürden es für angehende Ärzte gibt, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen, könnte man fast den Mut verlieren. Doch Kienzler und Kahle scheinen sich nicht beirren zu lassen und glauben fest daran, dass persönliche Patientenbetreuung der Schlüssel zum Erfolg ist.

Ein echter Lichtblick in dieser doch recht herausfordernden Zeit ist das Netzwerk „Junge Ärztinnen in München – neu in der Niederlassung“, das von der Kardiologin Theresa Luhmann ins Leben gerufen wurde. Hier können sich selbstständige Ärzte austauschen und voneinander lernen! Ein tolles Konzept, wenn man bedenkt, dass laut den neuesten Zahlen in Bayern rund 9600 Hausärzte praktizieren. In München sind es 1545 – und der Versorgungsgrad liegt mit 114 Prozent über dem Schnitt. Das klingt doch nach einer hervorragenden hausärztlichen Versorgung! Wer hätte das gedacht? Im Gegensatz dazu kämpft Moosburg a.d. Isar mit Unterversorgung. Kommt man erst mal auf den ländlichen Raum, sieht die Situation oft ganz anders aus. Immer weniger Ärzte entscheiden sich dort für die Selbstständigkeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Nachwuchsmediziner einfach entscheidend.

Der Weg zur eigenen Praxis

Aber wie funktioniert das Ganze eigentlich? Wenn man sich für eine Gemeinschaftspraxis entscheidet, bildet man ganz ohne großen Aufwand eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Klingt einfach, hat aber auch seine Tücken. Denn hier haftet man gemeinsam, sowohl mit dem Geschäfts- als auch dem Privatvermögen. Ein bisschen riskant, oder? Da ist die Gründung einer Partnerschaftsgesellschaft (PartG) vielleicht der klügere Weg. Hier kann man die Haftung auf verantwortliche Personen beschränken und es gibt keine lästigen Buchführungspflichten.

Doch auch eine Praxisgemeinschaft hat ihre Vorzüge. Hier arbeiten die Ärzte als unabhängige Freiberufler und können ihre Ressourcen gemeinsam nutzen, ohne dabei die eigene Haftung zu verlieren – solange die Patientinnen die Unabhängigkeit erkennen können. Das ist ja schon einmal ein guter Ansatz, wenn man an die vielen Herausforderungen denkt, die einem auf dem Weg zur eigenen Praxis begegnen können.

Medizinische Versorgungszentren – eine Alternative?

Eine weitere spannende Option sind Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Diese können als GbR oder GmbH betrieben werden. Ein MVZ kann eine hervorragende Lösung sein, solange die fachliche Kompetenz der ärztlichen Leitung stimmt. Diese muss von einem approbierten Arzt übernommen werden, der auch aktiv in der Praxis tätig ist. Das klingt nach einer verantwortungsvollen Aufgabe, denn der ärztliche Leiter trägt die gesamte medizinische Verantwortung und sorgt dafür, dass alles nach den berufsrechtlichen Vorschriften läuft. Zudem koordiniert er die verschiedenen Fachbereiche und kümmert sich um die Behandlungsqualität.

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Das alles ist nicht nur ein Job, sondern auch eine echte Herausforderung. Es verlangt nicht nur medizinische Expertise, sondern auch Führungsqualitäten. Wenn man dann noch bedenkt, dass medizinische Entscheidungen unabhängig von wirtschaftlichen Interessen getroffen werden müssen, wird klar, dass hier viel auf dem Spiel steht. Aber hey, wer sagt, dass es einfach sein muss? Das Leben ist ein Abenteuer, und für Kienzler und Kahle scheint der Schritt in die Selbstständigkeit genau das richtige Abenteuer zu sein!