Es ist ein heißer Sommer in München, und die Sorgen der Anwohner werden immer lauter. Anfang Juli versammelten sich mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger in Untergiesing-Harlaching, um über ein Thema zu diskutieren, das uns alle betrifft: Hitzeschutz. Die Temperaturen steigen unaufhörlich, und die Menschen machen sich Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt. Wie kann man den steigenden Temperaturen im Sommer begegnen? Die Antwort liegt in den grünen Oasen, die uns dringend fehlen.

Die Anwohner fordern eindringlich den Schutz alter Baumbestände und eine verstärkte Begrünung der Stadt. „Wenn es sein muss, sollen Parkplätze für Bäume weichen“, war ein eindringlicher Vorschlag, der in der Versammlung laut wurde. Besonders genannt wurden die Hans-Mielich-Straße und die Oefelestraße als potenzielle Standorte für mehr Grün. Ein weiteres wichtiges Anliegen war der Umgang mit Baumfällungen bei Bauprojekten, besonders in der Harthauser Straße und am Candidplatz. Die Bürgerinnen und Bürger möchten nicht, dass Bäume einfach abgeholzt werden, denn sie sind nicht nur Schattenspender, sondern auch Lebensraum für viele Arten.

Gemeinsam für mehr Grün

Die Feuerwehr war ebenfalls vor Ort, um Fragen zur Waldbrandgefahr in München zu beantworten. Das Thema Extremwetter ist in aller Munde, und viele Menschen sind sich der Risiken bewusst, die mit den steigenden Temperaturen einhergehen. Auch die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, die Schmutzfänger in den Gullys besser zu reinigen, damit der Starkregen abfließen kann. Die Forderungen sind vielfältig, und während einige bereits vom Bezirksausschuss angegangen wurden, müssen andere Anträge noch an den Stadtrat übergeben werden.

Diese Sorgen sind nicht nur lokal. Bei fünf regionalen Dialogveranstaltungen zur Klimaanpassung haben Bürger in ganz Deutschland ihre Stimmen erhoben, auch hier in München. Die Bürgerdelegierten übergaben ihre Empfehlungen zur Klimavorsorge an Umweltstaatssekretärin Christiane Rohleder. Die Menschen wünschen sich ein grünes Wohnumfeld und klimaangepasste Gebäude. Die Bundesregierung wird zum Handeln aufgefordert – gegen die Folgen des Klimawandels, die uns alle betreffen. Ein zentrales Anliegen ist es, innerstädtisches Grün zu fördern, Flächen zu entsiegeln und die Verkehrsinfrastruktur zu sichern.

Klimaanpassung als gemeinsame Aufgabe

Die Notwendigkeit eines klimagerechten Umdenkens wird immer klarer. Das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, das 2020 ins Leben gerufen wurde, bietet Unterstützung für Kommunen bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung. Das Ziel ist es, öffentliche Grün- und Freiflächen zu erhalten und auszubauen, denn sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Minderung von Risiken durch extreme Wetterereignisse. Über 300 Projekte wurden seitdem ausgewählt, und die geförderten Maßnahmen reichen von Neupflanzungen über Oberflächenbegrünungen bis hin zur Regenwasserrückhaltung.

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Die Themen, die hier angesprochen werden, sind von großer Bedeutung. Hitze, Dürre und Starkregen – all das sind Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Es geht nicht nur um die Lebensqualität, sondern auch um den Erhalt unserer Biodiversität. Schließlich ist es nicht nur der Mensch, der unter den Klimafolgen leidet, sondern auch die vielen Tierarten, die in unserer Stadt leben. Eine bessere Aufklärung über Risiken und die Schaffung gekühlter öffentlicher Räume sind dringende Maßnahmen, die umgesetzt werden müssen.

Die Zukunft Münchens ist also eine grüne Zukunft, in der alle, insbesondere die hitzebetroffenen Gruppen, Zugang zu klimaangepassten öffentlichen Räumen haben sollten. Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern ein dringendes Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine bessere, lebenswertere Stadt einsetzen. So wird klar: Gemeinsam können wir viel bewegen, aber wir müssen jetzt handeln!