In München, genauer gesagt in Fröttmaning, gibt es gerade eine hitzige Diskussion rund um die Parkplatzsituation. Das Mobilitätsreferat (MOR) hat nämlich einen Prüfantrag für ein Parklizenzgebiet abgelehnt – und das ganz ohne einen einzigen Grund zu nennen. Das sorgt für ordentlich Unmut beim Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann, der mit dieser Entscheidung alles andere als zufrieden ist. Ihre Intention war nicht, gleich ein Parklizenzgebiet einzuführen, sondern lediglich die Umsetzbarkeit in Fröttmaning und rund um die Allianz Arena zu prüfen. Ein kleiner Prüfimpuls, könnte man sagen, der nun in der Schublade verschwunden ist.

Der BA sieht sich als gewählte Vertretung der Bürger und möchte gerne wissen, ob es überhaupt eine fachliche Prüfung zur Einrichtung eines solchen Gebiets gegeben hat. Wenn nicht, wäre es spannend zu erfahren, warum das so ist. Zudem fordert der BA Informationen zu den Voraussetzungen für die Maßnahme sowie mögliche Alternativen, um die Park- und Verkehrssituation für die Anwohner um die Allianz Arena zu verbessern. Ein komplexes Thema, das viele Münchner beschäftigt.

Parken in Fröttmaning: Tarife und Möglichkeiten

Wer in dieser beliebten Gegend parken möchte, hat unterschiedliche Optionen. Wenn man sich für das Parken ohne Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel entscheidet, liegt die Tagespauschale bei 10,00 EUR für bis zu 24 Stunden. Und falls man länger bleiben möchte, kostet jeder zusätzliche Tag nur 4,00 EUR. Aber Achtung: Längeres Parken ist erst auf Ebene 3 oder höher erlaubt! Das ist nicht gerade ideal, wenn man schnell ein paar Besorgungen machen will.

Es gibt auch günstigere Tarife für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einem Reisebus oder sogar mit dem Fahrrad anreisen. Hier zahlt man nur 1,50 EUR für die Tagespauschale bis 24 Stunden. Auch hier gilt: Jeder weitere Tag kostet 4,00 EUR, und das Parken muss ebenfalls auf den oberen Ebenen erfolgen. Wichtig: Die Fahrscheine oder Reiseunterlagen müssen bis zur Abfahrt aufbewahrt werden. Man muss also ein bisschen aufpassen, dass man nicht in die falsche Tasche greift!

Die Suche nach Lösungen

Im Kontext dieser Diskussion darf man die allgemeinen Bemühungen der Stadt München zur Verbesserung der Parkplatzsituation nicht vergessen. Das Konzept zur Verbesserung der Parkplatzsituation für Anwohnerinnen in dicht bewohnten Quartieren ist bereits seit 2011 in Arbeit. Der Stadtrat hat damals den Bau von Anwohnergaragen beschlossen und ein „2000-Stellplätze-Programm“ ins Leben gerufen. Dabei werden mögliche Standorte priorisiert, und die P+R Park&Ride GmbH kümmert sich um den Betrieb und die Vermietung der Stellplätze in diesen Garagen.

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Für private Investoren gibt es sogar Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Baukosten für Autoabstellplätze – allerdings nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zum Beispiel müssen mindestens drei Stellplätze beantragt werden, und diese müssen zusätzlich zu den nicht pflichtigen Stellplätzen eines anderen Bauvorhabens errichtet werden. Und wie immer in München: Es gibt Regeln und Vorschriften, die sicherstellen sollen, dass bezuschusste Stellplätze auch tatsächlich den Anwohnerinnen zugutekommen.

Ob die Stadt diese Herausforderungen meistern kann und ob wir bald bessere Lösungen für die Parkplatzsituation in Fröttmaning und rund um die Allianz Arena sehen werden, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Diskussion ist noch lange nicht beendet.