Im malerischen Peiting wird am 20. Mai die Saison des Wellenfreibads eröffnet, und die Vorfreude ist groß! Mit einem großzügigen Geldsegen von 980.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wird das Freibad nicht nur frischen Wind in die Gemeinde bringen, sondern auch dringend benötigte Renovierungen ermöglichen. So plant der Markt Peiting, die bestehenden Becken durch moderne Edelstahlvarianten zu ersetzen, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch eine Bodendämmung und einen barrierefreien Zugang bieten werden.
Die Neuigkeiten kommen allerdings mit einem bitteren Beigeschmack für die umliegenden Kommunen. Während Peiting jubelt, gehen Schongau, Penzberg, Steingaden und Bernbeuren leer aus. Diese Gemeinden hatten auf Zuschüsse für ihre maroden Sportanlagen gehofft. So wollte Schongau die Fußballer unterstützen, Penzberg plante die Sanierung des Karl-Wald-Stadions, Steingaden strebte die Neuerrichtung eines Sportplatzes und den Neubau einer Turnhalle an, und Bernbeuren hatte die Auerberghalle im Blick. Leider wurde auch die erste Förderrunde mit 330 Millionen Euro um das 21-Fache überzeichnet, was die Chancen der anderen Kommunen schmälerte.
Ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit
Die Förderung der Sportstätten ist Teil eines größeren Plans, der von Bundesministerin Verena Hubertz ins Leben gerufen wurde. Das Ziel des Programms ist es, Städten und Gemeinden bei der Modernisierung ihrer Sportstätten unter die Arme zu greifen, wobei ein besonderer Fokus auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit gelegt wird. Dabei sollen die Sanierungen nicht nur optisch ansprechend, sondern auch umweltfreundlich gestaltet werden. Freibäder sollen künftig klimaneutral betrieben werden können, mit einem klaren Augenmerk auf erneuerbare Energien.
Die Mittel stammen aus dem Wirtschaftsplan des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität, der insgesamt 333 Millionen Euro bereitstellt. Nach der Baufertigstellung müssen die gebauten Sportstätten definierte energetische Standards erfüllen. Auch die Verwendung recyclebarer Materialien ist ein zentraler Punkt, um ökologische Vorgaben zu erfüllen.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Nach der Förderzusage von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kann das Antragsverfahren für die ausgewählten Projekte nun starten. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird sich mit den Projektkommunen in Verbindung setzen, um die nächsten Schritte zu besprechen. Eine Liste mit den geförderten Projekten wird ebenfalls bereitgestellt.
Ob und wann die leer ausgegangenen Kommunen in einer weiteren Runde Fördermittel erhalten könnten, bleibt jedoch unklar. Die Nachfrage übersteigt das verfügbare Budget, wie Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge (SPD) feststellt. Für die betroffenen Gemeinden heißt es also, Geduld zu haben und die Hoffnung auf eine erneute Chance zu bewahren.
So wird das Wellenfreibad in Peiting nicht nur ein Ort der Erholung und des Sports, sondern auch ein Symbol für den Fortschritt in der Region. Es bleibt spannend, wie sich die Situation für die anderen Kommunen entwickeln wird und ob sie bald ebenfalls in den Genuss von Fördermitteln kommen können.