Heute ist der 9.05.2026, und in Obergiesing-Fasangarten schwirren die Nachrichten über die Sicherheitswacht wie ein frischer Frühlingswind. Die Diskussion über die Einführung einer Sicherheitswacht in Untergiesing-Harlaching hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet, doch der Bezirksausschuss hat die Idee, die ehrenamtliche Bürger nach einer kurzen Schulung zur Sicherheit im Viertel patrouillieren lassen würden, mehrheitlich abgelehnt. Was ist da los? Ein Bürger, der Teil einer solchen Sicherheitswacht ist, hat von positiven Rückmeldungen der Anwohner berichtet. Diese erzählen, dass ihr Sicherheitsgefühl durch die Präsenz solcher Wachtler gestiegen sei. Doch die Polizeiinspektion Giesing hat selbst noch keine Erfahrungen mit einer Sicherheitswacht gemacht und verweist auf positive Berichte aus anderen Revieren. Irgendwie ist das ja auch ein bisschen paradox.

Die Mehrheit der Anwesenden bei der Bürgerversammlung stimmte gegen die Einführung und der Bezirksausschuss betonte, dass Sicherheit in die Hände des Staates gehöre. Schließlich gilt München bereits als die sicherste Großstadt Deutschlands. Nichtsdestotrotz bleibt das Thema in der Bevölkerung heiß umstritten. Man fragt sich, ob es wirklich nötig ist, dass Bürger in einem kurzen Crashkurs lernen, wie man für Sicherheit sorgt. Gilt es nicht, auf die Erfahrung und das Fachwissen der Polizei zu setzen?

Erfahrungen aus der Vergangenheit

Schaut man sich die Geschichte der Sicherheitswacht in München an, stellt man schnell fest, dass diese seit den Mitte der 90er Jahre aktiv ist. Polizeipräsident Thomas Hampel hat sie einmal als „Wandelnde Notrufsäulen“ bezeichnet. Das klingt ja fast schon poetisch! Aktuell gibt es etwa 100 Ehrenamtliche, die präventiv in neun Bezirken Streife laufen. Die Sicherheitswachtler tragen eine lockere Uniform – ein blaues Shirt und eine blaue Hose – und sind mit Funkgeräten ausgestattet. Ihre Aufgabe? Kleinere Konflikte managen und Notrufe schneller absetzen. Klingt nach einem spannenden Ehrenamt! Übrigens, die Bayerische Polizei plant eine landesweite Kampagne zur Aufstockung und will 50 zusätzliche Sicherheitswachtler gewinnen. Da könnte sich also bald was tun.

Die Entscheidung über die Sicherheitswacht hängt letztlich von den Bezirkspolitikern ab. Im Westend hat man sich gegen die Polizeihelfer entschieden. Und obwohl die Ausbildung nur 40 Stunden dauert und Bewerber zwischen 18 und 62 Jahren alt sein müssen, bleibt der Zuspruch schwankend. Langjähriger Sicherheitswachtler Siegfried Hofmann spricht von positiven Erfahrungen und einer generell geringen Gefährlichkeit. Vielleicht könnte das ja auch in Untergiesing-Harlaching der Fall sein? Wer weiß das schon…

Die Diskussion um das Thema Sicherheit bleibt also lebendig. Man fragt sich, wie wichtig der Staat die Sicherheit der Bürger wirklich nimmt, wenn es selbst in einer so sicheren Stadt wie München noch Raum für ehrenamtliche Initiativen gibt. Vielleicht ist das ja einfach ein weiterer Beweis dafür, dass die Münchner sich um ihre Nachbarn kümmern wollen – auch wenn die Stadt selbst auf Sicherheit pocht. Manchmal ist es eben die Bürgergemeinschaft, die das Gefühl von Sicherheit erzeugt, und nicht nur die Polizei. In diesem Sinne ist das Thema noch lange nicht abgeschlossen…

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