S-Bahn-Chaos in München: Baustellenfrust und hitzige Verzögerungen bis 2026
Die S-Bahn-Linien S3 und S5 in München haben es mal wieder nicht leicht. Wer dachten, dass es am 7. Juli mit den Bauarbeiten vorbei ist, sieht sich nun getäuscht. Ja, die Fertigstellung verzögert sich um eine ganze Woche! Und das hat seine Gründe. Ein Rangierunfall auf dem Nordring hat die Materialanlieferung nach Giesing lahmgelegt – das ist schon mal ein heftiger Brocken. Hinzu kommt die unerträgliche Hitze der letzten Woche, die ebenfalls für Verzögerungen gesorgt hat. Man fragt sich: Wird es denn nie einfacher?
Aktuelle Einschränkungen für die Strecken bleiben bis Mittwoch, den 15. Juli, um 4 Uhr bestehen. Die S3 verkehrt in zwei separaten Abschnitten mit einem Umstieg am Ostbahnhof. Der östliche Abschnitt, also Ostbahnhof bis Holzkirchen, bietet nur einen 40-Minuten-Takt und teils geänderte Abfahrtszeiten. Der westliche Abschnitt, der Mammendorf mit dem Ostbahnhof verbindet, fährt im regulären Fahrplan – allerdings ohne die gewohnten Züge im 10-Minuten-Takt. Das ist schon ein bisschen frustrierend, oder? Und was ist mit der S5? Die fährt momentan nur zwischen Perlach und Kreuzstraße. Für alle, die zwischen Perlach und Ostbahnhof unterwegs sind, gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen, die zu den gleichen Zeiten wie die Züge fahren. Alternativ kann man in Neuperlach Süd die U5 nutzen.
Ein Blick in die Zukunft
Doch das ist noch nicht alles, denn die Bauarbeiten zwischen Ostbahnhof und Perlach sind bis mindestens 15. Juli 2026 verlängert! Das ist ein ganz schöner Zeitraum. Die Gründe? Wieder einmal extreme Temperaturen und eine kurzfristig gesperrte Güterzugstrecke, die die Anlieferung von Material und Geräten behindert hat. So wird die S3 weiterhin im 40-Minuten-Takt und mit geänderten Fahrzeiten zwischen Ostbahnhof und Holzkirchen unterwegs sein. Züge in Richtung Kreuzstraße enden in Perlach, und zwischen Perlach und Pasing entfallen die Züge. Wer jetzt denkt, dass die S5 eine verlässliche Alternative ist, muss sich leider auch hier mit dem Ersatzverkehr begnügen.
Natürlich gibt es auch auf den Buslinien Veränderungen. In Pastetten etwa gibt es eine Vollsperrung, die die MVV-Regionalbuslinie 445 betrifft. Die Haltestelle „Pastetten Rathaus“ kann im genannten Zeitraum nicht bedient werden. Wer auf die Linie 445 angewiesen ist, muss mit Umleitungen und geänderten Reihenfolgen rechnen – zuerst wird „Reithofen“ angefahren, dann „Pastetten Rathaus“. Das ist alles andere als praktisch, zumal die Haltestellen „Forstern, Gewerbegebiet“ und „Forstern, Hauptstraße“ aufgrund der Umleitung ganz entfallen. Die Alternative? „Forstern, Karlsdorfer Weg“ – wenn man denn dort hin möchte.
Heute ist der 3. Juli 2026, und die Situation ist angespannt. Die Fahrgäste haben es nicht leicht, und das Geduldspiel geht weiter. Man kann nur hoffen, dass die Bauarbeiten bald ein Ende finden und die gewohnten Fahrpläne wieder in Kraft treten. Bis dahin heißt es: Augen auf und durchhalten!
