In der Nacht auf Donnerstag, den 21. Mai, sorgte ein junger Autofahrer in München für Aufregung. Ein Verfolgungsdrama, das die Anwohner in Freimann aufgeschreckt haben dürfte. Der Fahrer entzog sich kurz vor 0:50 Uhr einer Kontrolle, die im Bereich der Schwarzhauptstraße stattfinden sollte. Stattdessen trat er aufs Gaspedal und raste mit über 100 km/h durch die Straßen von Freimann, Parkstadt Schwabing und Milbertshofen. Um es auf den Punkt zu bringen: Er hatte keine Lust auf die Polizei und das machte er auch deutlich.

Die Beamten, die ihm folgten, mussten sich mit einer Reihe von Verkehrsordnungswidrigkeiten auseinandersetzen, die der Fahrer beging. Anhaltezeichen ignoriert, andere Verkehrsteilnehmer gefährdet – das alles geschah im Handumdrehen. Die Verfolgungsfahrt fand schließlich ein abruptes Ende, als er beim Abbiegen von der Schenkendorfstraße in die Lyonel-Feininger-Straße von der Fahrbahn abkam. Sein Auto krachte gegen einen Metallabsperrbügel und blieb stark beschädigt auf dem Gehweg stehen.

Flucht und Festnahme

Doch der 18-jährige Münchner war nicht gewillt, einfach aufzugeben. Fahrer und Mitfahrer flüchteten zu Fuß von der Unfallstelle, aber die Polizei war schneller. Sie konnten beide Männer ausfindig machen und festhalten. Bei der Kontrolle des Fahrers stellte sich heraus, dass er ohne die notwendige Fahrerlaubnis unterwegs war. Aber das war noch nicht alles – bei ihm wurden auch Betäubungsmittel gefunden. Ein dicker Strumpf, wenn man so will.

Die vorläufige Festnahme war die logische Konsequenz. Blutentnahme, das volle Programm. Der Fahrer muss sich nun wegen mehrerer Delikte verantworten: illegales Autorennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Gefährdung des Straßenverkehrs und ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Und das alles nur, weil er ein bisschen zu schnell und zu waghalsig unterwegs sein wollte.

Die Gefahren von Verfolgungsjagden

Verfolgungsjagden sind alles andere als ein Spaß. Die Polizei verfolgt kriminelle oder verdächtige Personen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Aber solche Verfolgungsjagden sind mit hohem Unfallrisiko verbunden. In der Regel zieht das Wegfahren vor der Polizei keine Strafen nach sich, es sei denn, es werden dabei Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten begangen. Und genau das hat unser junger Freund hier gemacht. Er hat nicht nur seine eigene Sicherheit aufs Spiel gesetzt, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer.

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Bei einem Unfall während einer Verfolgungsjagd haftet normalerweise der flüchtende Autofahrer oder dessen Kfz-Haftpflichtversicherung. Versicherungen können versuchen, die Schadenssummen zurückzufordern – ganz zu schweigen von den rechtlichen Konsequenzen, die sich aus den begangenen Verstöße ergeben. Das kann schnell ins Geld gehen, ganz zu schweigen von den Punkten in Flensburg. Ein Bußgeld von 70 Euro und ein Punkt sind da nur der Anfang.

Ein Anstieg illegaler Rennen

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg illegaler Autorennen in Bayern. Zwischen Januar und Oktober 2025 wurden über 500 Fälle angezeigt. Das zeigt, dass die Straßen nicht nur von normalen Verkehrsteilnehmern genutzt werden, sondern auch von solchen, die sich wie im Actionfilm fühlen und dabei die Sicherheit anderer aufs Spiel setzen. Die Münchner Verkehrspolizei und das Kriminalfachdezernat 8 haben die Ermittlungen übernommen. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht und welche weiteren Konsequenzen auf den Fahrer zukommen.