Heute ist der 3.07.2026 und die Sonne brennt über Schwabing-Freimann. Der Juni war ein echter Wetterkapriolen-Monat hier in Bayern. So viel Regen und Sonne – als würde die Natur mit dem Wechselbad der Gefühle spielen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt die Ergebnisse ausgewertet und es zeigt sich, dass der Juni 2026 in Bayern alles andere als gewöhnlich war. Extremwetterbedingungen haben sich nicht nur in der Wahrnehmung der Menschen festgesetzt, sondern auch in den Zahlen.

In der Tat sind die Unterschiede krass. Während Aschau-Stein im Alpenraum mit 214,4 Litern Niederschlag pro Quadratmeter die regenreichste Messstation Deutschlands war, erlebte Kitzingen das genaue Gegenteil. Dort fielen gerade mal 13,3 Liter – ein bisschen wie ein Tropfen auf den heißen Stein! Komischerweise hat Kitzingen damit nur etwa 20 Prozent des langjährigen Monatsmittels erreicht. Man fragt sich, wo die Wolken geblieben sind.

Die sonnigen Seiten des Lebens

Aber nicht nur Regen – auch Sonnenstunden waren im Überfluss vorhanden. Passau-Fürstenzell und Weihenstephan waren die strahlenden Sieger mit 300 und 297 Sonnenstunden. Da kann man schon von einem kleinen Sonnenmarathon sprechen! Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen haben sich auch nicht lumpen lassen und lagen mit 195 bzw. 201 Stunden über dem langjährigen Durchschnitt. Für diejenigen, die die Sonne lieben, war der Juni also ein Fest!

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die drei niederschlagsreichsten Stationen des Landes fanden sich im Alpenraum: Aschau-Stein, Ruhpolding-Seehaus mit 204,4 Litern und Bischofswiesen-Winkl mit 196,5 Litern. Wer da denkt, die Alpen sind nur für ihre Schönheit bekannt, der sollte sich vielleicht auch mal die Regenmengen anschauen! Diese extremen Unterschiede in den Wetterbedingungen sind nicht nur faszinierend, sondern werfen auch Fragen auf – insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel.

Klimawandel und Starkniederschläge

Der DWD weist darauf hin, dass die physikalischen Grundprinzipien des Klimawandels einen Einfluss auf Starkniederschläge haben könnten. Im letzten IPCC-Sachstandsbericht wird sogar darauf hingewiesen, dass in vielen Regionen der Welt die Häufigkeit und Intensität von Starkniederschlägen zugenommen hat. Das klingt irgendwie beunruhigend. In Deutschland gibt es mittlerweile jahrzehntelange Stationsmessreihen und seit 2001 flächendeckende Radarbeobachtungen, die diese Tendenz bestätigen. Die Auswertungen zeigen, dass es vielerorts eine Zunahme von Starkregen gibt.

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Allerdings sind die Daten nicht immer eindeutig. Bei den Stationsdaten ist die Zunahme für viele Stationen derzeit nicht statistisch signifikant. Bei Radardaten ist die kurze Auswertungsperiode ein Problem – man kann also nicht sicher sagen, ob das alles nur eine Laune der Natur ist oder ob uns der Klimawandel tatsächlich in den Griff hat. Erste Klimasimulationen für Süddeutschland deuten darauf hin, dass wir in der Zukunft mit häufigeren und intensiveren Starkniederschlägen rechnen müssen. Das lässt einen schon schaudern, wenn man an die kommenden Sommer denkt.