Schwimmbad-Sommer oder Schreckensszenario? Ein Vorfall wirft Fragen auf
Am Sonntag, den 5. Juli, gegen 16:45 Uhr, kam es in einem Schwimmbad in Ramersdorf-Perlach zu einem äußerst besorgniserregenden Vorfall. Ein 28-jähriger Mann aus Fürstenfeldbruck, der ohne Staatsangehörigkeit ist, belästigte mehrere Frauen und Kinder. Es ist erschreckend, dass solch eine Sache ausgerechnet an einem sonnigen Sommertag passieren musste, an dem die Menschen zur Erfrischung ins kühle Nass strömten.
Die 47-jährige Frau, die das Außenbecken genoss, wurde ungewollt zum Opfer, als der Mann sie am Gesäß über der Badebekleidung berührte. Doch das war nicht alles. Ein siebenjähriges Mädchen, das fröhlich in ihrem Schwimmreifen planschte, wurde im Hüftbereich und an den Schultern unsittlich berührt. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wurde auch ein zweijähriges Mädchen im Nackenbereich belästigt. Es schockiert einfach, dass solche Taten in einem Ort stattfinden, der für Familien und Kinder gedacht ist.
Schnelle Reaktion des Badepersonals
Die Reaktion der Betroffenen war schnell und entschlossen. Die Frau und die Eltern der Mädchen informierten das Badepersonal, das umgehend den Polizeinotruf wählte. Die Polizei ließ nicht lange auf sich warten und nahm den Verdächtigen noch vor Ort fest. Er wurde zur Polizeiinspektion gebracht und wegen der Vorfälle angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er allerdings wieder entlassen – was Fragen aufwirft.
In den letzten Tagen gab es in ganz Deutschland eine besorgniserregende Zunahme von sexuellen Übergriffen in Freibädern. In Wiesbaden beispielsweise wurde eine 14-Jährige von einem 23-jährigen Mann am Oberschenkel berührt, der sie sogar schlug, als sie sich wehrte. Und in Augsburg griff ein 29-Jähriger mehrere Kinder an, berührte sie und machte Fotos. Solche Vorfälle scheinen kein Einzelfall zu sein. Die Polizei ermittelt in mehreren Bundesländern, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Ein alarmierendes Phänomen
Die Häufung solcher Übergriffe ist alarmierend. In Stuttgart wurden kürzlich zwei Männer festgenommen, die zwei Zwölfjährige und zwei 15-Jährige unsittlich berührt haben sollen. In Coburg belästigte ein 33-Jähriger eine Elfjährige, und in Offenburg wurde ein 43-Jähriger festgenommen, weil er Mädchen ansprach und eines am Gesäß berührte. Diese Taten werfen ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheit in Freibädern, die für viele Menschen ein Ort der Freude und Entspannung sein sollten.
In vielen Städten wird bereits mehr Geld für Sicherheitskräfte in Freibädern ausgegeben. Allein in Berlin sind es in diesem Jahr stolze 2,5 Millionen Euro. Ein Schritt, der dringend nötig scheint, um das Vertrauen der Bürger wiederherzustellen und sicherzustellen, dass Kinder und Familien unbesorgt schwimmen gehen können.
Es bleibt abzuwarten, wie die Polizei in Ramersdorf-Perlach weiter ermitteln wird. Das Kommissariat 17 übernimmt die weiteren Ermittlungen. Hoffentlich können solche Vorfälle bald der Vergangenheit angehören, damit die Freibäder wieder Orte der Freude und Unbeschwertheit werden.
