In einer Zeit, in der wir oft von der Hektik des Alltags überrollt werden, bleibt ein Mensch in Erinnerung, der mit seinem Schaffen und seiner Leidenschaft viele geprägt hat. Harald Kosche, ein geschätzter Unternehmer aus Velden, ist am 29. Mai im Alter von 61 Jahren von uns gegangen. Sein Verlust hinterlässt eine Lücke, die nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch im Herzen seiner Familie und Freunde spürbar ist.
Die „Harald Kosche GmbH“ mit Sitz in Ebenthal war nicht nur eine Firma, sondern ein Symbol für Präzision und Verantwortung, wie seine Frau Friederike treffend beschrieb. Als gelernter CNC-Fertigungstechniker hatte Harald 1991 seine Reise im Anlagenbau begonnen und war bis 2005 weltweit in der Bau von Anlagen zur Produktion glasfaserverstärkter Rohre tätig. Seit 2009 übernahm er die Geschäftsführung seiner eigenen Firma, die sich als Lohnfertiger für verschiedene Industrien etabliert hat. Sein Einfluss auf die Fertigungsbranche in Kärnten war beachtlich, und seine internationale Ausrichtung machte ihn zu einem anerkannten Akteur in der Branche.
Ein Leben voller Leidenschaft
Harald Kosche war nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern auch ein zweifacher Familienvater aus Dröschitz bei Köstenberg. In seiner Freizeit fand er Ausgleich beim Motorradfahren und unternahm Tagesausflüge mit Freunden – Momente, die ihm Freude und Erholung brachten. Diese kleinen Fluchten aus dem Arbeitsalltag waren für ihn wichtig, um die Balance zu halten. Es sind die Erinnerungen an diese Augenblicke, die jetzt trösten, während sich seine Familie auf die persönliche Verabschiedung am 8. Juni in der Aufbahrungshalle am Waldfriedhof Villach vorbereitet.
Die feierliche Verabschiedung findet am 9. Juni um 13 Uhr in der Zeremonienhalle am Waldfriedhof Villach statt. Ein Abschied, der nicht nur den Verlust eines geliebten Menschen markiert, sondern auch die Wertschätzung für die Zeit, die Harald mit uns verbracht hat. In diesen schweren Stunden wird deutlich, wie wichtig es ist, zusammenzustehen und sich gegenseitig Halt zu geben.
Trauer am Arbeitsplatz
In Anbetracht der Trauer, die Haralds Tod mit sich bringt, ist es wichtig, sich auch mit dem Umgang von Trauer am Arbeitsplatz auseinanderzusetzen. Unternehmen sollten ein Bewusstsein für den Umgang mit Trauer schaffen. Oft fühlen sich Führungskräfte und Mitarbeitende überfordert im Umgang mit Trauernden. Trauer ist ein individueller Prozess, kein Zustand, und die Reaktionen darauf können unterschiedlich ausfallen. Es ist nicht nur wichtig zu wissen, was Trauer ist, sondern auch, wie man den Kontakt zu Betroffenen hält und was ihnen helfen kann. Die Unsicherheit, die dabei oft entsteht, ist nachvollziehbar.
Workshops für Unternehmen können helfen, dieses Bewusstsein zu schärfen und Führungskräfte sowie Kolleg:innen zu sensibilisieren. Themen wie die Bedeutung und Äußerung von Trauer, Trauermodelle und hilfreiche Formulierungen im Umgang mit Trauernden sind hierbei von großer Bedeutung. So haben beispielsweise Unternehmen wie die Caterpillar Energy Solutions GmbH positive Erfahrungen mit solchen Workshops gemacht, die eine neue Perspektive auf das Thema Trauer eröffnet haben.
In diesen Tagen, an denen wir Abschied nehmen, sollten wir uns daran erinnern, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Harald Kosche wird uns in vielerlei Hinsicht fehlen – sein Engagement, seine Menschlichkeit und seine Leidenschaft für das, was er tat, werden in unseren Herzen weiterleben.