In München-Sendling tut sich etwas Spannendes: An der Alramstraße 14 entsteht ein neues Wohnensemble, das die Stadt bis zur Mitte des Jahres 2028 bereichern wird. Auf einem Grundstück, das lange als „Sendlinger Loch“ bekannt war und fünf Jahre brach lag, werden 186 Mietwohnungen und Geschäftsräume realisiert. Die Rohbauarbeiten haben bereits an den Untergeschossen begonnen, und die Vorfreude auf dieses Projekt wächst. Entwickelt wird das Ganze von der Starnberger Immobilienfirma Ehret + Klein, während das US-Unternehmen Pembroke als Auftraggeber fungiert.
Das Areal erstreckt sich über rund 16.000 Quadratmeter und bietet nicht nur Wohnraum, sondern auch eine geplante Infrastruktur, die das Leben der zukünftigen Bewohner erleichtern wird. Geplant sind unter anderem ein Rewe-Markt mit etwa 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie eine Kindertageseinrichtung. Diese zusätzlichen Einrichtungen sind ein wichtiger Schritt, um das Wohnumfeld attraktiv zu gestalten. Zudem sind großzügige Grün- und Freiflächen vorgesehen, die den neuen Bewohnern einen Platz zum Entspannen und Erholen bieten.
Ein Symbol des Wandels
Die Baugrube, die über Jahre hinweg mit Wasser vollgelaufen war, symbolisierte die Immobilienkrise in München. Doch die Eigentumswechsel und die finanzielle Restrukturierung haben es nun ermöglicht, das Projekt wiederzubeleben. Im Vorjahr erwarb Ehret + Klein das Grundstück für 53,36 Millionen Euro von M-Concept, das es zuvor für 73 Millionen Euro gekauft hatte. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, dass die Stadt München weiterhin an ihren Bauprojekten festhält, um der hohen Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden.
Die Stadtbaurätin Elisabeth Merk äußerte sich zufrieden über die Grundsteinlegung, was die Bedeutung dieses Projekts unterstreicht. München ist schließlich Deutschlands teuerster Wohnstandort mit rund 1,6 Millionen Einwohnern. Die hohe Nachfrage prägt den lokalen Immobilienmarkt, der bundesweit Höchstpreise erreicht. Auch wenn die Marktanalysen für 2025 eine starke Nachfrage und wirtschaftliche Einflüsse auf die Preisentwicklung zeigen, ist die Schaffung neuer Wohnräume unverzichtbar, um der anhaltenden Knappheit entgegenzuwirken.
Die aktuelle Marktsituation
Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass der Immobilienmarkt in München durch externe Faktoren wie den Ukrainekrieg, steigende Energiepreise und hohe Finanzierungszinsen seit Mitte 2022 unter Druck steht. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Wohnraum stark, besonders bei jungen Familien, Studierenden und internationalen Fachkräften. Die Mietpreise variieren erheblich zwischen den Stadtteilen und steigen in den Stadtrandgebieten um 3 bis 5 Prozent aufgrund der gestiegenen Nachfrage.
Die Mietpreise in beliebten Stadtteilen wie Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt liegen zwischen 20 und 22 €/m², während die günstigeren Stadtteile wie Feldmoching-Hasenbergl zwischen 12 und 14 €/m² kosten. Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser zeigen einen Anstieg, mit durchschnittlichen Preisen von 8.620 €/m² beziehungsweise 8.814 €/m². Trotz dieser hohen Preise bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum bestehen, und neue Bauprojekte wie das Wohnensemble in Sendling könnten mittelfristig zur Entspannung des Marktes beitragen.
Insgesamt zeigt die Entwicklung in Sendling, dass die Stadt München bestrebt ist, den Herausforderungen des Wohnungsmarktes aktiv zu begegnen. Die geplanten Projekte sind ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie nicht die gesamte Nachfrage decken können. Die Zukunft des Münchener Wohnraums bleibt spannend!