In München tut sich was – und zwar nicht nur in den hippen Cafés oder den geschäftigen Fußgängerzonen. Nein, auch die Aldi-Supermärkte stehen jetzt im Fokus, und das aus einem ganz besonderen Grund. Ab sofort können Anwohner ihre Autos nach Ladenschluss auf den Parkplätzen der Aldi-Filialen abstellen. Das Projekt nennt sich „Feierabendparken“ und wird von dem Münchner Start-up Wemolo betrieben. Wer hätte gedacht, dass man nach einem langen Arbeitstag auch noch einen Parkplatz finden kann, ohne durch die halbe Stadt zu gondeln?

Sechs ausgewählte Aldi-Süd-Standorte in München machen es möglich: Egal ob in Berg am Laim, Neuperlach, Trudering, Feldmoching-Hasenbergl, Hadern oder Schwabing-Freimann – für 5 Euro pro Nacht oder 50 Euro pro Monat können Anwohner ihre Autos bequem auf den Supermarktparkplätzen abstellen. Insgesamt stehen 81 Stellplätze zur Verfügung, die digital buchbar sind. Und das Beste daran? Die Buchung erfolgt ganz einfach über QR-Codes vor Ort oder online auf www.go.wemolo.de/aldi. Es ist keine App-Installation nötig, und spontane Buchungen sind ebenfalls möglich. Einfacher geht’s nicht!

Die Details zum Feierabendparken

Die Stellplätze sind montags bis samstags von 18:30 bis 8:30 Uhr sowie sonntags ganztägig verfügbar. So können die Anwohner, die abends nach Hause kommen, direkt den Parkplatz nutzen, ohne sich um zusätzliche Kosten oder lange Wege kümmern zu müssen. Und wenn ihr denkt, das sei alles zu schön, um wahr zu sein, dann lasst euch sagen, dass das System auch den Datenschutz ernst nimmt. Die Kennzeichenerfassung erfolgt DSGVO-konform, und die Daten werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden gelöscht. Wer hätte gedacht, dass man beim Parken auch an die eigene Privatsphäre denken kann?

Hinter diesem cleveren Konzept stecken die Köpfe von Wemolo, die 2019 an der UnternehmerTUM gegründet wurden. Jakob Bodenmüller, Bastian Pieper und Yukio Iwamoto haben mit ihrem Team über 250 Mitarbeiter und verwalten nicht nur Münchens Parkflächen, sondern auch in Städten wie Salzburg, Zürich, Breslau und Mailand. Und das mit einer beeindruckenden Zahl von über 2,5 Millionen Parkvorgängen pro Tag!

Ein Gewinn für alle

Doch was bringt uns das alles? Nun, das Feierabendparken zielt darauf ab, den Parkdruck in der Stadt zu reduzieren. Denn wer kennt das nicht: Man fährt nach einem langen Tag nach Hause und findet keinen Parkplatz. Genau hier setzt dieses Konzept an. Durch die gezielte Nutzung der bestehenden Infrastruktur sollen Parkflächen, die sonst ungenutzt bleiben, effizienter verwendet werden. Es ist fast wie ein kleines Wunder, wenn man am Abend nach Hause kommt und einen Parkplatz direkt vor der Tür findet, ohne einen Umweg zu fahren.

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Außerdem trägt dieses System dazu bei, den innerstädtischen Parksuchverkehr zu verringern, der bis zu 30% des Verkehrsaufkommens ausmachen kann. Weniger Autos, die durch die Straßen kurven, bedeuten weniger Lärm, weniger Emissionen und eine bessere Lebensqualität für die Anwohner. Und das alles, während die Parkplätze sinnvoll genutzt werden, ohne dass zusätzliche Flächen versiegelt werden müssen.

Feierabendparken könnte also ein kleiner, aber feiner Schritt in die richtige Richtung sein. Es kombiniert digitale Lösungen mit praktischen Bedürfnissen und könnte in Zukunft auch Teil ganzheitlicher Mobilitätskonzepte werden. Wer weiß, vielleicht wird der Parkplatz vor dem Aldi bald zum neuen Treffpunkt für Nachbarn, die sich bei einem Glas Wein über den Tag austauschen. Und das alles, während die Autos fein säuberlich auf den Stellplätzen parken – einfach genial!