Münchens neue Wohnraumoffensive: Aus Büroflächen werden Wohnungen
Heute ist der 8.07.2026 und in München tut sich einiges in Sachen Wohnraum. Die Stadt hat eine neue Initiative auf den Weg gebracht, die vor allem jungen Menschen zugutekommen soll. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat die Idee einer Umbauagentur ins Leben gerufen, die sich mit der Umwandlung von ungenutzten Büroflächen in Wohnraum beschäftigen wird. Das klingt erstmal nach einer guten Sache, denn, seien wir mal ehrlich, in der Langen Reihe an Problemen, die der Wohnungsmarkt in München mit sich bringt, ist die Schaffung von neuem Wohnraum ein brennendes Thema.
Aktuell stehen in München rund 1,8 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Das entspricht ungefähr der Hälfte des Englischen Gartens – das ist wirklich eine Menge! Diese Umwandlung soll nicht nur helfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch die Stadt von unnötigem Leerstand zu befreien. Ein Beispiel für das, was kommen könnte: In Sendling-Westpark wird ein ehemaliges Fundbüro in 17 Apartments umgebaut. Diese neuen Wohnungen werden zwischen 40 und 65 Quadratmetern groß sein und bieten somit eine echte Chance für Singles und Paare, die auf der Suche nach einer bezahlbaren Bleibe sind.
Die Umbauagentur im Detail
Die geplante Umbauagentur soll alle Schritte begleiten – von der Idee bis zur Umsetzung. Sie wird nicht nur Leerstände erfassen, sondern auch kreative Lösungen für die Herausforderungen bei der Umwandlung finden. Und die gibt es genug: Jede Wohnung braucht eine eigene Nasszelle, die Schallschutz-Vorgaben müssen erfüllt werden, und auch die Planung muss passen. Dragan Stolic, der Architekt des Fundbüro-Projekts, musste bereits seine Kreativität unter Beweis stellen, um die Gegebenheiten des alten Gebäudes optimal zu nutzen.
Die Stadt hat für die Agentur ein Budget von 2,78 Millionen Euro für 2027 und 2,96 Millionen Euro für 2028 eingeplant. Zwölf Vollzeitstellen sollen geschaffen werden. Die Opposition, vertreten durch CSU-Stadtrat Sebastian Kriesel, sieht in den Plänen jedoch ein finanzielles Risiko. Er bezeichnet die Vorhaben als „finanziell verantwortungslos“. Auf der anderen Seite steht der Grünen-Fraktionschef Sebastian Weisenburger, der die Pläne unterstützt und die Wichtigkeit des Themas Wohnen betont. Es scheint, als ob die Meinungen hier weit auseinander gehen.
Der Weg zu mehr Wohnraum
Was die Mieten betrifft, die in den neuen Wohnungen liegen sollen, wird von Preisen zwischen 21 und 24 Euro pro Quadratmeter ausgegangen. Das ist zwar nicht das billigste Pflaster, aber in München, wo der Wohnraummangel herrscht, ist das vielleicht das Beste, was wir bekommen können. Und wer weiß, vielleicht ist dies der Anfang von etwas Großem, das den Wohnungsmarkt in der Stadt langfristig entlastet.
Die Herausforderungen sind groß, und der Umbau von Büroflächen in Wohnraum ist alles andere als einfach. Alt-OB Dieter Reiter (SPD) hat während seiner Amtszeit festgestellt, dass kein Investor Interesse an Genehmigungen für solche Umbau-Projekte hatte. Doch mit dem neuen Umbau-Zuschuss vom Bund könnte jetzt ein frischer Wind wehen. Vorausgesetzt, die Stadtverwaltung zeigt sich aktiv und unterstützt die neuen Projekte, könnte das klappen.
Die Fertigstellung der Wohnungen in Sendling-Westpark ist für Mitte September 2026 geplant. Ein Schritt in die richtige Richtung, der viele hoffen lässt. Die Zeit wird zeigen, ob diese Initiative tatsächlich die erhofften Veränderungen mit sich bringt. München ist bereit für frischen Wohnraum – jetzt heißt es, die Pläne in die Tat umzusetzen!
